Zum Inhalt springen

Alltag & Umwelt Lärm ist auch Einstellungssache

Die Lärmbelastung ist nicht nur eine Frage der Dezibel. Eine grosse Rolle spielt auch die persönliche Einstellung gegenüber dem Lärm. An Lärm gewöhnen kann man sich auf mentaler und emotionaler Ebene. Und so gesundheitliche Schäden vermeiden.

Legende: Audio Wie die Psyche unser Lärmempfinden beeinflusst abspielen. Laufzeit 20:00 Minuten.
20 min, aus Ratgeber vom 24.04.2013.

Lärm ist subjektiv. Das gilt nicht nur für den Pegel eines Geräuschs, sondern vor allem auch für dessen Ursache: Der eigene Hund macht keinen Lärm, er bellt bloss ab und zu; das eigene Kind lärmt nicht, es ist lebhaft; der neue Sportauspuff am eigenen Wagen belästigt nicht die Umwelt – er klingt sonor.

Lärm bedeutet sehr oft Stress für den Organismus. Dieser führt zur Ausschüttung von Stresshormonen wie Cortisol oder Adrenalin, die den Körper in Alarmbereitschaft versetzen. Es folgen Blutdruckanstieg, eine steigende Herz- und Atemfrequenz, vermehrte Muskelanspannung, Erhöhung des Blutzuckerspiegels und eine Beeinträchtigung des Immunsystems. In welchem Mass eine solche Stressreaktion im Körper bei Lärm stattfindet, hängt zu einem grossen Teil von individuellen körperlichen Voraussetzungen und der persönlichen Einstellung zur Lärmquelle ab. Gesundheitliche Schäden wie Bluthochdruck, Schlafstörungen oder Depressionen können die Folgen sein.

Wie kann man sich auf gesunde Art an Lärm «gewöhnen»? Wie kann man sich positiv auf unvermeidbaren Lärm einstellen? Was tun, wenn die ersten körperlichen Stresssymptome, verursacht durch Lärm, auftreten? Mark Brink, Professor für Arbeits- und Organisationspsychologie an der ETH Zürich, hat diese und weitere Fragen im «Ratgeber» auf Radio SRF 1 beantwortet.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Wolfgang Reuss, Chur
    (Teil 2) Das Stammhirn (auch salopp "Reptiliengehirn genannt) ist der älteste Gehirnteil, hier sind die Ur-Funktionen lokalisiert. Und die können - und nebenbei: dürfen - nicht ausgehebelt werden von gewissen "Frankenstein-Psychologen". Gentechnik lässt grüssen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Wolfgang Reuss, Chur
    (Teil 1) So so, "Lärm ist NUR SUBJEKTIV schädlich". So ein Unsinn! Analogie: Nach Tschernobyl sagte eine Konsumentin, den "amtlich verbotenen" Salat esse sie trotzdem ,er schade ihr nichts, weil sie sich während des Essens einrede, er schade nichts. Soviel zum Thema "Psychologie". Scientology ist harmlos im Vergleich. Lärm bedeutet "Alarm" fürs Stammhirn, und das lässt sich nicht von Psychologen-Uni-Zürich aushebeln.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen