Sehen, was es zu Hören gibt

Wenn das Hörgerät an Grenzen stösst, ist es hilfreich, die Mimik und Gestik des Gegenübers richtig einordnen zu können. Das lässt sich in Kursen trainieren, wo auch Lippenlesen auf dem Programm steht.

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Lippenlesen zum besseren Verstehen

5:10 min, aus Musikwelle Magazin vom 25.02.2016

Eine Beeinträchtigung des Gehörs erschwert die Kommunikation in allen Lebensbereichen. In der Familie, am Arbeitsplatz oder auch in der Freizeit führen die Hörprobleme zu Missverständnissen, wenn man den Inhalt eines Gesprächs nicht richtig versteht. Hörbehinderte ziehen sich deshalb oft sozial zurück und büssen viel Lebensqualität ein. Das muss nicht sein.

Das Gehör lässt sich trainieren. Falls noch keine Schwerhörigkeit vorliegt, hilft beispielsweise das Lesen von Hörbüchern. Ist das Gehör stärker beeinträchtigt, bietet eine grosse Palette unterschiedlicher Apps Trainingsmöglichkeiten. Hier hat man allerdings die Qual der Wahl und ist bei den Übungen auf sich alleine gestellt.

Gezielte Trainingsangebote

Wer sich Unterstützung und ein auf sich und das eigene Hörvermögen abgestecktes Programm wünscht, erhält beim Akustiker Hilfe durch gezielte Hörtrainings.

Noch einen Schritt weiter gehen sogenannte Verständigungstrainings. Man ist Teil einer Gruppe und hat die Möglichkeit persönliche Erfahrungen auszutauschen. Ausgebildete Lehrpersonen zeigen auf, wie das Gehörte besser verstanden werden kann. Die Kursteilnehmenden lernen zum Beispiel, wie man von den Lippen abliest. Ausserdem wird das Gehirn geschult, damit es aus lückenhaft Verstandenem das Richtige kombinieren kann.