Sport fördert die Merkfähigkeit

Sport nach dem Lernen fördert die Merkfähigkeit. Dafür verantwortlich ist ein Hormon, sagt eine Studie aus Deutschland und Österreich.

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Sport fördert Merkfähigkeit

0:43 min, aus Puls vom 4.4.2016

60 männliche Schüler im Alter von 16 bis 19 Jahren, die alle ein bestimmtes Computerspiel spielen, nahmen an der Studie teil. Alle Probanden sollten sich zuerst während einer begrenzten Zeit bestimmte Lerninhalte merken. Anschliessend wurde in einem ersten Test erhoben, wie viel sich die Schüler gemerkt hatten. Danach wurden die Probanden in drei gleich grosse Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe spielte eine Stunde lang ihr Computerspiel. Eine andere Gruppe ging während dieser Zeit walken oder joggen. Die dritte Gruppe machte nichts.

Anschliessend wurde in einem zweiten Test das Gemerkte erneut überprüft. Dabei zeigte sich: Die Computerspieler wiesen deutlich schlechtere Werte auf, als noch beim ersten Test. Die Sportler hingegen erzielten nun bessere Werte. Die Gruppe, die in der Zwischenzeit nichts machte, lag mit einem leichten «Gedächtnisverlust» ungefähr mittendrin.

Stresshormon hilft Gedächtnis auf die Sprünge

In mehreren Phasen des Experiments wurde das Stresshormon Kortisol im Speichel der Probanden gemessen. Erstaunlicherweise war der Stresslevel während dem Computerspielen nicht erhöht.

Das häufig genutzte Spiel wirkte sich anscheinend beruhigend auf die Spieler aus. Beim Sport hingegen zeigten sich deutlich erhöhte Hormonwerte, was beim Abspeichern des Gelernten half. Die Forscher empfehlen deshalb, sich gut zu überlegen, welche Aktivitäten man nach dem Lernen ausübt.

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