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Alltag & Umwelt Trifft Mensch auf Hund, gibt der Klügere nach

Begegnungen mit Hunden gehören beim Wandern, Joggen oder Biken nicht gerade zu den bevorzugten Erlebnissen. Wer sich angemessen verhält, kommt aber fast immer ungeschoren davon.

Legende: Audio «Scharfe Hunde unterwegs» abspielen. Laufzeit 7:03 Minuten.
7:03 min, aus Ratgeber vom 05.06.2015.

Begegnet man unterwegs Herden- und Hofhunden, sollte man sich bewusst sein: Die machen eigentlich nur ihren Job, verteidigen ihr Revier oder ihre Herde und reagieren lautstark auf alles, was sie als Bedrohung empfinden.

Der grösste Fehler in so einer Situation: Dem Hund direkt in die Augen schauen. «Das sollte man ohnehin nie machen», betont Heinz Feldmann, Sicherheitsfachmann bei der Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft. «Drehen Sie sich stattdessen leicht ab und schauen Sie den Hund aus den Augenwinkeln an.» Das zeigt dem Tier, dass man von ihm eigentlich gar nichts will. Ausserdem verringert es die Angriffsfläche.

Ebenfalls gar keine gute Idee: Davonrennen. Das weckt den Jagdinstinkt und verschärft die Lage. Jogger oder Biker sollten langsam weitergehen, sich betont desinteressiert geben und gegebenenfalls die Weg- oder Strassenseite wechseln. Folgt einem ein Hund dennoch, empfiehlt Feldmann, ruhig weiterzugehen und ab und zu einen Blick zurückzuwerfen. Indem man dem Hund das Gesicht zuwende, bedeutet man ihm nonverbal: «Ich habe Dich gesehen.»

Tipps zur Beruhigung der Lage

  • Einem Hund nie direkt in die Augen schauen.
  • Sich leicht seitlich zum Tier stellen und nicht herumfuchteln; Arme und Hände am Körper halten.
  • Ruhig und ohne Hektik Distanz zwischen sich und den Hund bringen.
  • Folgt einem der Hund, ruhig weitergehen und ab und zu zurückschauen.

12 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Müller, Basel
    Vor allem auf offiziellen Wanderwegen, die durch Bauernhöfe führen, ist es mühsam mit diesen agressiven Hunden. Dass diese Hunde ihren Hof beschützen ist OK. Aber es gibt keinen Grund diese Hunde tagsüber frei herum laufen zu lassen. In der Nacht können sie den Hof bewachen. Da sind in der Regel auch keine Wanderer mehr unterwegs. Übrigens Pfefferspray und auch ein Hundedazzer sind sehr wirksam.
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  • Kommentar von M. Bolder, Muhen
    Ich habe kein Problem, wenn ein Hund seinen Garten verteidigt (auch wenn das Gekläffe am Gartenhag mit der Zeit nervt). Problematisch finde ich es, wenn ein Hund alle Wanderer, die bloss den Wanderweg benutzen, anbellt oder sich ihnen gar knurrend in den Weg stellt. Mindestens so schlimm finde ich Hunde, die aus ihrem Garten herauskommen und einen anknurren. Das empfinde ich als "Kompetenzüberschreitung", die Halter sollten das Tier besser erziehen und das Gartentor geschlossen halten.
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  • Kommentar von P. Manser, St. Gallen
    Das Problem ist selten der Hund sondern der Mensch! Wenn mein Hund (Listenhund) irgendwo angebunden ist, kommen immer wieder wildfremde Personen die den Hund betaschten müssen. Der Hund will das aber nicht, weicht zurück und sucht ein Ausweg. Zu solchen Leuten lauf ich dann hin und tatsche ihnen ins Gesicht. Reaktion: Weicht zurück, Hand vors Gesicht und ein Ausruf. Ich mach dann meistens weiter, nach 2-3 mal werden sie dann richtig aggro. So, dem Hund gehts nicht anders nur kann er nicht reden.
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    1. Antwort von M. Bolder, St. Gallen
      Weshalb reden Sie nicht mit den Leuten? Im Gegensatz zu Ihrem Hund können Sie ja sprechen. Natürlich stimme ich zu, dass man einen angebundenen Hund nicht berühren sollte. Anders sieht es allenfalls aus, wenn ein Hund in freundlicher Absicht auf einen zukommt. In diesem Artikel geht es aber um Hunde, die in aggressiver Weise nicht angeleint auf einen zukommen.
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