Velofahren ist gesund – auch in der Stadt

Velofahren in Grossstädten wirkt sich trotz Risiken durch Unfälle und das Einatmen von Abgasen deutlich positiv auf die Gesundheit aus. Zu diesem Ergebnis kommt eine in Barcelona durchgeführte Studie.

Ein Fahrradfahrer, auf dem Tramgleis in Zürich unterwegs

Bildlegende: Velofahrer sind in der Stadt mehr Abgasen und Unfallrisiken ausgesetzt. Der gesundheitliche Nutzen überwiegt dennoch. imago

Forscher untersuchten die gesundheitlichen Effekte eines 2007 in der spanischen Metropole eingeführten öffentlichen Fahrradverleihsystems. Dabei stellten sie fest, dass die Vorteile «aktiver» Fortbewegungsarten wie Radfahren oder Laufen weitaus grösser seien als die damit verbundenen Risiken.

Obwohl Velofahrer sich einer erhöhten Unfallgefahr sowie einer grösseren Menge von Abgasen aussetzten, würden sie insgesamt gesundheitlich profitieren: Statistisch gesehen rette das Fahrradverleihsystem in Barcelona allein durch die damit erhöhte körperliche Aktivität zwölf Menschenleben pro Jahr.

Die vermehrte Nutzung von Fahrrädern statt motorisierten Fahrzeugen nützt aber nicht nur den aktiven Verkehrsteilnehmern selbst, sondern kommt durch den verringerten Schadstoffausstoss auch der Allgemeinheit zu Gute. Die Forscher schätzen, dass in Barcelona dank des Fahrradverleihsystems jährlich rund 9000 Tonnen Kohlenstoffdioxid eingespart werden.