Das Versuchskaninchen steht Kopf

«SpaceCurl» ist ein Trainings- und Therapiegerät in der Physiotherapie, das mit allen drei Ebenen des Raums arbeitet. «Puls»-Versuchskaninchen Sarah Allemann hat sich festzurren lassen und Hals über Kopf verschiedene Übungen ausprobiert.

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Versuchskaninchen testet SpaceCurl

4:14 min, aus Puls vom 11.11.2013

SpaceCurl stammt ursprünglich aus dem Piloten- und Astronautentraining der NASA. Dort lag der Fokus auf dem gezielten Training der Koordination und des Gleichgewichts. Medizinische Bedeutung erlangte das SpaceCurl als 3D-Therapiegerät zu Beginn dann vor allem in der Therapie von Rückenschmerzen.

Später kam die Behandlung weiterer orthopädischer und neurologischer Leiden hinzu – zum Beispiel in der Therapie Querschnittsgelähmter oder Spastiker, in der Rehabilitation nach Einsatz künstlicher Gelenke oder gegen Funktionsstörungen des Gleichgewichtsorgans. Überall dort eben, wo die Körperhälften der Patienten nicht im Gleichgewicht sind und eine Körperhälfte die andere dominiert. Sei es aufgrund eines Schlaganfalls oder auch wegen einseitiger sportlicher Betätigung und Belastung.

Training für den ganzen Rumpf

Neben der Therapie wird das SpaceCurl deshalb vor allem auch als Ergänzung zum normalen Sportlertraining dafür verwendet, wenig genutzte Muskelgruppen gezielt zu stärken. Das SpaceCurl ist ein dreiachsiges Kreiselinstrument, in dem der Mensch aufrecht steht und sich durch eigene Bewegung und gezielte Gewichtsverlagerung in allen Ebenen des Raums bewegen kann. Füsse und Hüfte sind dabei im Gerät fixiert. Eine Trainingseinheit dauert in der Regel zehn bis 20 Minuten.

Das SpaceCurl ist immer nur eine Ergänzung und ersetzt die konventionelle Physiotherapie oder Krafttraining nicht.

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