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Hintergründe Ebola-Impfstoff-Tests pausieren vorzeitig

Nach dem erfolgreichen Start der Impfstoff-Tests am Genfer Universitätsspital haben sich nun doch Nebenwirkungen eingestellt. Die Ärzte sind nicht beunruhigt, beenden die erste Testphase aber früher als geplant, um die Daten zu sichten.

Spitalmitarbneiterin betrachtet eine Spritze mit Impfstoff
Legende: Der Ebola-Impfstoff zeigt im Test unerwartete Nebenwirkungen, die nun genauer untersucht werden. Keystone

Nachdem das Universtitätsspital Genf Anfang Dezember noch das Ausbleiben jeglicher Nebenwirkungen vermeldete, haben sich nun doch welche bemerkbar gemacht.

Gegenüber der «Tribune des Genève» bestätigt Prof. Claire-Anne Siegrist, die Leiterin des Testprogramms, dass bei einigen Freiwilligen Gliederschmerzen in Händen und Füssen aufgetreten seien: «Die Symptome sind 10 bis 15 Tage nach der Impfung aufgetreten. Sie waren leichter Natur und von kurzer Dauer. Allen Freiwilligen geht es gut, wir sind nicht beunruhigt.»

Auch wenn entzündungsbedingte Schmerzen dieser Art nach einer Impfung keine Seltenheit sind, waren sie nicht erwartet worden. Die Forscher haben sich deshalb entschlossen, die Testphase eine Woche früher als geplant zu beenden und die Zeit für eine genaue Analyse der Daten zu nutzen.

Die Impfstoff-Tests sollen wie vorgesehen Anfang Januar fortgesetzt werden.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    ....sollen fortgesetzt werden und weitere Personen werden dem Risiko ausgesetzt. Wie schmerzhaft müssen erst die Tests für die Versuchstiere sein, deren Auswirkungen viel grösser sind und die Schmerzen auch dementsprechend heftiger sind. Der Impfstoff für Versuchsmenschen ist ja bereits auf das Minimum abgeschwächt.
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Um dies vorauszusehen, brauchte man nicht "vom Fach" zu sein. Aber man riskierte verantwortungslos Nebenwirkungen bei gesunden (!!!!!!) Versuchspersonen, um die infizierten Patienten zu schonen. Nun sind sie eingetreten und die betroffenen freiwilligen, gesunden Personen haben mit den Nebenwirkungen zu kämpfen. Warum testet man den Impfstoff Herrgottnochmal nicht gleich an eh schon infizierten Patienten?
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  • Kommentar von Michel Debrotti, Basel
    Schade wäre zu schön gewesen. Schön, dass Personen freiwillig mitgemacht haben und das Risiko auf sich genommen haben. Dies für die betroffenen Regionen aber auch für uns Schweizer. Unterdessen wurde die letzten Tage ein zweiter Ausbruchsherd im Bereich Kongo gemeldet. Dieser wurde wohl von den Diamondlords bewusst unter der Decke gehalten damit dort die Produktion nicht ins Schwanken kommt. Einfach nicht in den Juwelier gehen vor Weihnachten und das Geld nach unten spenden wäre eine gute Idee..
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