Ebola-Impfstoff-Tests pausieren vorzeitig

Nach dem erfolgreichen Start der Impfstoff-Tests am Genfer Universitätsspital haben sich nun doch Nebenwirkungen eingestellt. Die Ärzte sind nicht beunruhigt, beenden die erste Testphase aber früher als geplant, um die Daten zu sichten.

Spitalmitarbneiterin betrachtet eine Spritze mit Impfstoff

Bildlegende: Der Ebola-Impfstoff zeigt im Test unerwartete Nebenwirkungen, die nun genauer untersucht werden. Keystone

Nachdem das Universtitätsspital Genf Anfang Dezember noch das Ausbleiben jeglicher Nebenwirkungen vermeldete, haben sich nun doch welche bemerkbar gemacht.

Gegenüber der «Tribune des Genève» bestätigt Prof. Claire-Anne Siegrist, die Leiterin des Testprogramms, dass bei einigen Freiwilligen Gliederschmerzen in Händen und Füssen aufgetreten seien: «Die Symptome sind 10 bis 15 Tage nach der Impfung aufgetreten. Sie waren leichter Natur und von kurzer Dauer. Allen Freiwilligen geht es gut, wir sind nicht beunruhigt.»

Auch wenn entzündungsbedingte Schmerzen dieser Art nach einer Impfung keine Seltenheit sind, waren sie nicht erwartet worden. Die Forscher haben sich deshalb entschlossen, die Testphase eine Woche früher als geplant zu beenden und die Zeit für eine genaue Analyse der Daten zu nutzen.

Die Impfstoff-Tests sollen wie vorgesehen Anfang Januar fortgesetzt werden.