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Forschung Hilft Folsäure auch gegen Blutkrebs?

Die Einnahme von Folsäure während der Schwangerschaft senkt das Risiko für einen «offenen Rücken» beim Kind. Möglicherweise schützt das Vitamin auch vor gewissen Formen von Leukämie.

Inhaltsliste eines Vitaminpräparats
Legende: Während der Schwangerschaft soll auf eine genügende Zufuhr von Folsäure geachtet werden. imago

Während es sich bei Spina bifida um eine frühe Störung der Embryonalentwicklung handelt, die etwa bei einer von 1000 Geburten auftritt, sind Leukämien – Krebserkrankungen des blutbildenden Systems – bei Kindern sehr selten.

Nun weist aber eine von der Krebsliga Schweiz unterstützte Studie darauf hin, dass beide Leiden auf einen Mangel an Folsäure (Vitamin B9) zurückzuführen sein könnten. Die Forscher widmeten sich in der Studie epigenetischen Veränderungen, die sich nicht anhand von Mutationen festmachen lassen und sich auch dann auswirken, wenn die genetische Information intakt bleibt.

Fazit: Möglicherweise schützt die Folsäure das sich entwickelnde Kind vor ungünstigen epigenetischen Veränderungen, die auch Krebs auslösen können. Noch liegt keine direkte Anwendung dieser Erkenntnisse in Sicht, denn die biologischen Vorgänge im Zellinneren entziehen sich bisher einem gezielten therapeutischen Eingriff – sie sind viel dynamischer und komplexer als bisher gedacht

6 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Künzi, Winterthur
    Ich finde in der westlichen Medizin wird die Stärkung des Immunsystems viel zu wenig gefördert. Da ich schon mein Leben lang mit asiatischer Mystik liebäugle weiss ich um den Unsterblichkeitenwahn der Taoisten. Daraus ist im Laufe von Jahrtausenden ein unglaubliches Immunstärkungssystem entstanden das vorallem durch Qigongübungen oder Chinahrung gestärkt wird. Die Chinesen haben also schon alles durchgespielt, alles gefährliche und alles nützliche. Diesen Schatz gilt es nur anzuzapfen.
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    1. Antwort von M.Kaiser, Rebstein
      Hr. Künzi , da stimme ich ihnen zu, alleine wenn die Chinesen so ein aufwändiges Gesundheitssystem wie wir es hier im Westen pflegen, betreiben würden , wäre es für sie unbezahlbar . Doch bei uns setzt man auf wissenschaftliche Chemie , die ja auch hilft , jedoch enorme Kosten hinterlässt. Ich denke der Goldene Weg liegt in der Kombination von beiden Systemen . Ihnen eine gute und gesunde Zeit .
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  • Kommentar von Sandra Sutter, Erlenbach
    Wäre es so schwierig zu sagen, wo Folsäure enthalten ist. Alle in den Ferien?
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    1. Antwort von SRF Gesundheit
      Mehr Informationen zu Folsäure finden Sie unter «Verwandte Artikel» (rechts oben). Zum Beispiel hier: http://www.srf.ch/gesundheit/koerper/folsaeure-wesentlich-fuer-hirn-und-nerven
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    2. Antwort von M.Kaiser, Rebstein
      Habe auch schon Gesundheitshinweise unter dieser Rubrik geschrieben, die nie aufgeschaltet wurden - andererseits gibt es oft sehr gute Beiträge der Redaktion . Dafür ist auch einmal zu danken .
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  • Kommentar von M.Kaiser, Rebstein
    Natürl.Folsäurelieferanten insbesond. Hefen mit bis zu 2500 µg je 100 g, Hülsenfrüchte (insbesond. Linsen), Getreidekeime und - kleie (insbesond. Weizenkeime) mit bis zu 600 µg je 100 g Rohgewicht[, sowie Kalbs- und Geflügelleber und Sonnenblumenkerne mit jeweils rund 100 µg je 100 g. Geringe Mengen sind enthalten in Vollkornprodukten, grünem Blattgemüse, Avocado, Roter Bete, Broccoli, Karotten, Spargel, Radieschen, Rosenkohl, Rucola, Spinat, Tomaten, Eigelb, Nüssen, Obst, Fisch und Fleisch.
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