Hirnstimulation verbessert Sprechen nach Schlaganfall

Jeder dritte Schlaganfall-Patient leidet unter Sprachstörungen. Elektrische Hirnstimulation könnte helfen, die Sprachfähigkeit zu verbessern, hat eine erste kleine Studie ergeben.

Grafische Darstellung eines Kopfs mit Blitzen.

Bildlegende: Ein Schlaganfall verursacht oft bleibende Schäden. imago

Nach einem Schlaganfall verliert jeder Dritte buchstäblich seine Sprache und kann zum Beispiel Objekte nicht mehr benennen – die sogenannte Aphasie.
Äusserliche elektrische Reize am Kopf könnten die Sprachfähigkeit verbessern.

Dafür erhielten 26 Aphasie-Patienten acht Tage zweimal 20 Minuten täglich eine Gleichstrom-Stimulation: Zwei aussen am Kopf angebrachte Elektroden leiten einen schwachen elektrischen Strom durch den Schädel ins Gehirn. Gleichzeitig machten die Patienten für etwa drei Stunden ein Sprachtraining. Eine Gruppe bekam währenddessen die elektrische Stimulation, die zweite Gruppe eine Scheinstimulation.

Beide Gruppen verbesserten sich durch das Training. «Aber die Gruppe mit echter Stimulation machte stärkere Fortschritte», sagte Professorin Agnes Flöel, Neurologin an der Berliner Charité. «In jeder Sitzung war der Lernzuwachs etwas grösser als bei der Gruppe mit Scheinstimulation.» Nach acht Tagen sei der Unterschied schon «recht gross» gewesen.

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