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Forschung Hirnstimulation verbessert Sprechen nach Schlaganfall

Jeder dritte Schlaganfall-Patient leidet unter Sprachstörungen. Elektrische Hirnstimulation könnte helfen, die Sprachfähigkeit zu verbessern, hat eine erste kleine Studie ergeben.

Grafische Darstellung eines Kopfs mit Blitzen.
Legende: Ein Schlaganfall verursacht oft bleibende Schäden. imago

Nach einem Schlaganfall verliert jeder Dritte buchstäblich seine Sprache und kann zum Beispiel Objekte nicht mehr benennen – die sogenannte Aphasie.
Äusserliche elektrische Reize am Kopf könnten die Sprachfähigkeit verbessern.

Dafür erhielten 26 Aphasie-Patienten acht Tage zweimal 20 Minuten täglich eine Gleichstrom-Stimulation: Zwei aussen am Kopf angebrachte Elektroden leiten einen schwachen elektrischen Strom durch den Schädel ins Gehirn. Gleichzeitig machten die Patienten für etwa drei Stunden ein Sprachtraining. Eine Gruppe bekam währenddessen die elektrische Stimulation, die zweite Gruppe eine Scheinstimulation.

Beide Gruppen verbesserten sich durch das Training. «Aber die Gruppe mit echter Stimulation machte stärkere Fortschritte», sagte Professorin Agnes Flöel, Neurologin an der Berliner Charité. «In jeder Sitzung war der Lernzuwachs etwas grösser als bei der Gruppe mit Scheinstimulation.» Nach acht Tagen sei der Unterschied schon «recht gross» gewesen.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Wolfgang Taufenbach, Schänzlistrasse 17 2545 Selzach
    Zuerst haben sie meinen Mann für einen neuen aus Amerika stammenden Test vorgesehen, aber nach einem Übungstest im Spital.war er dazu für nicht geeignet erklärt worden,. Ich war der Meinung, dass das eine Förderung der Beweglichkeit der Hand bewirken sollte. Er bekommt nun Physioterapie, Ergoterapie und Logopädie, Es ist sehr Mühsam und das Sprechen, das ihm sehr schwer fällt,für uns meistens nicht verständlich, . Das Gehirn ist gut, er versteht alles kann sich nur nicht mitteilen.
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  • Kommentar von Novus ordo, CH
    In meinen Augen sind Neurobiologen recht unfähige Wissenschaftler/Ingenieure, als ich mit 17 eine Streifung (leichter Hirnschlag ohne schlimme Folgen) erlitt, liess ich mich danach untersuchen, aber die Neurobiologen kamen nicht auf die Diagnose "Streifung", die meinten es wäre vllt. eine Migräne gewesen (kompletter vorübergeheneder Sprachverlust und Sehstörungen = Migräne?!) das musste ich wieder einmal selber erforschen (Streifung). Ich finde es traurig wenn man anderen den Job erklären muss.
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