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Forschung Safran – Edle Würze und Hoffnung gegen Krebs

Ein internationales Forscherteam hat die Geheimnisse des teuersten aller Gewürze gelüftet. Billig-Safran aus dem Labor wird es deshalb zwar nicht geben, aber vielleicht neue Mittel gegen Krebs.

Legende: Audio Das Geheimnis des Safranaromas ist gelüftet abspielen. Laufzeit 4:10 Minuten.
4:10 min, aus A point vom 01.09.2014.

Seit der Antike verleiht das Luxusprodukt Safran Speisen eine goldene Farbe und geschmacklichen Pfiff. Ein Vergnügen, das seinen Preis hat: Ein Kilo Safranfäden der besten Qualität kostet rund 8000 Franken.

Der Aufwand für die Gewinnung ist allerdings auch immens: Für ein Kilogramm Safranfäden müssen 100'000 Krokusblüten von Hand geerntet werden! Kein Wunder, wurde schon immer versucht, das Gewürz mit weniger Aufwand künstlich herzustellen. Bis anhin ohne Erfolg.

Der Zellbiologe Peter Beyer von der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg weiss warum: «Safran ist ein hochkomplexes Gewürz und besteht aus verschiedensten Substanzen. Diese alle mittels Biotechnologie nachstellen zu wollen, ist illusorisch.»

Das Geheimnis steckt in der Farbe

Die Freiburger Forscher sind dem Geheimnis des Safran dennoch auf die Spur gekommen. Dafür haben sie die typische gelb-orange Farbe der Stempel des Safran-Krokus unter die Lupe genommen. Mit dem Ergebnis, dass es tatsächlich diese sogenannten Karotinoide sind, die den Safran ausmachen. «Die wertvollen Verbindungen, auch die geschmacksgebenden, aromatischen, sind davon abgeleitet», so Beyer.

Eine Erkenntnis, die weniger den Gewürzliebhabern und Köchen als vielmehr der Heilkunde dienlich sein könnte: «Aufgrund der antioxidativen Eigenschaften dieser Verbindungen besteht Hoffnung, dass sie in hohem Masse medizintauglich sein könnten.»

Safran kommt heute schon bei Hustenkrämpfen, Koliken, als Nerven-Beruhigungsmittel und Antidepressivum, gegen Asthma und Alzheimer zum Einsatz. Die neueste Forschung zielt nun auf ein Mittel gegen Krebs: «Eine Verbindung namens Safranal hat auch zytotoxische Effekte auf Krebszellen», erklärt Zellbiologe Beyer. «Da eröffnen sich interessante Anwendungsmöglichkeiten.»

3 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Müller, Zürich
    Seit ich lesen kann, das sind ca. 45 Jahre, sind etwa zwei bis drei Mal jedes Jahr, Artikel in den Medien, wo es reisserisch heisst, "Krebs besiegt, Heilung in ca. 10 Jahren, Wundermittel gefunden, usw." . Die Realität sieht aber ganz anders aus. Die Wissenschaft versucht alles, mit leider sehr mässigem Erfolg. Die Ärzte in den onkologischen Abteilungen schiessen mit verbundenen Augen, ihre Schrotladungen (Chemo) auf die Tumore der Patienten, in der Hoffnung, die richtige Munition zu verwenden.
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    1. Antwort von Franz NANNI, Nelspruit SA
      Mit verbundenen Augen???? Die tun was moeglich ist und das hervorragend, nur wie sich Krebs entwickelt NACH einer Operation ist immer ein Vabanquespiel, das Patient und Dr.oft verliert.. eine einzige Zelle die "abgeht" kann irgendwo metastasieren ... und einfach rausschneiden geht nicht immer, naehmlich wenn lebenswichtige Stellen befallen sind.. Sie sollten nuechterner darueber urteilen!
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    2. Antwort von Peter Uma, San Diego CA, USA
      Geld regiert die Welt! Da Chemos und Strahlentherapieen Mrd. einnehmen, wird sich nichts ändern.
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