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Forschung US-Studie entlastet Impfung vom Autismus-Verdacht

Eine gross angelegte Vergleichsstudie mit 95'000 Kindern kommt zum Schluss, dass kein Zusammenhang zwischen dem gängigen MMR-Impfstoff und einem erhöhten Risiko für Autismus besteht.

Arzt zieht eine Impfspritze auf.
Legende: Die MMR-Impfung steht nachweislich zu unrecht im Verdacht, das Autismus-Risiko bei Kindern zu erhöhen. imago

Dieser Tage hat das Bundesamt für Gesundheit im Rahmen einer nationalen Aktionswoche auf die immer noch bestehenden Masern-Impflücken in der Schweiz aufmerksam gemacht. Wie die Reportage von Radio SRF 4 News aus der Innerschweiz zeigt, stösst dies besonders bei Impfskeptikern auf wenig Gehör.

Ein dabei immer wieder vorgebrachtes Argument: Die Masernimpfung erhöhe das Autismus-Risiko. Die Aussage geht auf eine 1998 in «The Lancet» veröffentlichte Studie, Link öffnet in einem neuen Fenster zurück, die vom Fachjournal später teilweise und dann vollständig zurückgezogen wurde. Der Grund: Der Autor hatte schwer wiegende Interessenkonflikte nicht deklariert und unter anderem auch Beweise manipuliert.

«The Lancet» disqualifizierte die Studienergebnisse in der Folge als «grundfalsch» und bezichtigte Studienautor Andrew Wakefield der arglistigen Täuschung. Die britische Ärztekammer sprach ein Berufsverbot gegen Wakefield aus und verurteilte seine Handlungsweise aufs Schärfste: Er habe «unethische Forschungsmethoden» angewendet und seine Ergebnisse in «unehrlicher» und «unverantwortlicher» Weise präsentiert.

Damit war der Wakefield-Studie jeder wissenschaftlicher Wert abgesprochen. Das darin begründete Vorurteil hält sich aber hartnäckig. Nun hat sich wieder einmal eine breit angelegte Untersuchung des vermeintlichen Zusammenhangs angenommen.

Risiko unabhängig von Impfung

Die kürzlich veröffentlichte retrospektive Kohortenstudie umfasst die Daten von über 95'000 Kindern, deren gesundheitliche Entwicklung von der Geburt bis zum fünften Lebensjahr dokumentiert wurde. Dabei zeigte sich erwartungsgemäss, dass das Autismus-Risiko bei einem Kind höher ist, wenn bereits bei einem älteren Geschwister eine entsprechende Störung vorliegt.

Ebenso klar zeigte sich aber auch, dass die MMR-Impfung zu keiner Steigerung des Risikos führte – weder bei erblich vorbelasteten Kindern, noch bei solchen ohne Autismus in der Familie. Selbst die Anzahl Impfungen hatte darauf keinen messbaren Einfluss.

12 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Holzer, zürich
    lieber Herr Halter Ich halte auch nichts von Angstmacherei. Wer jedoch behauptet Aluminium sei unbedenklich für den menschlichen Organismuss irrt sich leider. Ich spreche aus eigener Erfahrungen mit dem jahrelangen Umgang von Aluminium.
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    1. Antwort von Thomas Halter, Luzern
      Jahrelanger Umgang mit Aluminium? Den hab ich auch, hab jahrelang mein Essen in Alufolie eingepackt. Herr Holzer, um ernst genommen zu werden, müssen Sie Ihre Aussagen belegen. In der Zwischenzeit gebe ich Ihnen etwas zu lesen, nämlich eine Studie über die Inhaltsstoffe von Impfungen (u.a. Aluminium): http://pediatrics.aappublications.org/content/112/6/1394/T3.expansion.html Doch vorsicht: Die Studie ist in Englisch und vermutlich zu kompliziert für Sie.
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  • Kommentar von Bernie Liebl, Wien
    Eigentlich lobe ich SRF immer für unabhängige und kritische Berichterstattung. Diesen Artikel kann ich leider nur unter schlecht recherchiert und tendenziös einordnen. Eine Ohrfeige für alle Betroffenen und deren Familien. Kein Wort von Quecksilber (Thiomersal), Formaldehyd und Aluminium in Impfstoffen - was längst nicht mehr notwendig wäre, und die Probleme vermutlich verursacht. Hauptsache die Pharma-Industrie ist wieder mal weissgewaschen. Schade.
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    1. Antwort von Thomas Halter, Luzern
      Thiomersal, Formaldehyd und Aluminium sind in der geringen Impf-Dosierung absolut unschädlich. Sie nehmen diese Stoffe täglich in Nahrungsmitteln (Quecksilber in Thunfisch, als Säugling Aluminium in Muttermilch) in x-facher Dosierung auf. Mal abgesehen davon, dass sie für Leute wie Sie furchterregend klingen, sind diese Stoffe absolut gefahrlos. Hören Sie auf, solchen Unsinn zu verbreiten.
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    2. Antwort von Thomas Berli, St. Gallen
      Ach hören Sie doch bitte auf Mut ihren pseudowissenschaftlichen Ammenmärchen! Wer sich über Quecksilber in Impfungen aufregt, beweist einfach dazumal im Chemieunterricht nicht aufgepasst zu haben. Quecksilber mag heikel sein in Reinform aber nicht gebunden als Thiomersal - oder haben Sie auch jedes Mal panische Angst wenn durch Kochsalz das Zellgift Chlor und das hochexplosive Natrium zu sich nehmen?
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    3. Antwort von Thomas Berli, St Gallen
      ... Sie haben Angst wegen Formaldehyd? Dann hören Sie sofort auf Äpfel zu essen! Und zwar nicht irgendwelche gentech-Monster aus China sondern die aus der heilen Schweiz - ja sogar die biologischen! Es enthält nämlich jeder mehr Formaldehyd als eine Masernimpfung...
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    4. Antwort von A. Vögeli, Basel
      Als gäbe es in der Schweiz nicht bereits genug dieser Wissenschaftsresistenten, müssen Sie auch noch aus Wien schreiben und solchen Unsinn verbreiten. Man ist nur kritisch gegenüber der Wissenschaft. Lügnern und Scharlatanen, denen kauft man alles ab und glaubt auch alles, es schadet ja nichts. http://mobil.stern.de/gesundheit/impfmythen-liebe-eltern-sie-werden-angelogen-2115041.html?mobil=1 Diesen Link sollten Sie einmal anklicken und alles genau lesen was da steht. DAS ist Wissenschaft!
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    5. Antwort von B.Meier, Bern
      @Thomas Halter: Nennen sie mir bitte ihre Quellen. Gerne würde ich ihre Aussage überprüfen. (Wikipedia oder einen Artikel ohne Link zu einer entsprechenden Studie genügen mir nicht...)
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    6. Antwort von Remo Meyer, Bern
      Tendenziös argumentieren einzig nur die Impfgegner mit der immer gleichen Masche: Etwas als plausibel gefährlich darstellen damit sich der durchschnittliche Leser denkt das vielleicht was dran sein könnte. Was ich aber nicht verstehe: Wieso tun sie das? Verleiht die Desinformation ihnen persönliche Freude?
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    7. Antwort von Ludwig Zeier, Luzern
      @Thomas Halter Aha sie wollen also wissen dass diese Konservierungsmittel in geringen Dosierungen unschädlich sind. 1. Es ist wohl beileibe nicht das gleiche ob man eine substanz gespritzt bekommt oder in über den magen-darm Kanal aufnimmt. Der Dünndarm hat die funktion eines filters. Natürlich nur wenn er gesund ist. 2. Gehören diese substanzen definitiv nicht in die nahrungskette. Also hören sie auf solchen unsinn zu verbreiten!!!
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    8. Antwort von Thomas Halter, Luzern
      @Meier: http://pediatrics.aappublications.org/content/112/6/1394/T3.expansion.html http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/0048969795047024 Ich gehe davon aus, dass Sie Zugang zu den Artikeln besitzen (über eine Uni oder Forschungsinstitution), sonst muss ich Ihnen leider vorwerfen, Ihre Quellen selbst nur von Wikipedia und/oder anderen unseriösen Internet-Foren bekommen zu haben.
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    9. Antwort von Thomas Halter, Luzern
      @Zeier: Diese Stoffe werden im Dünndarm resorbiert und gelangen genauso in den Blutkreislauf wie eine über eine Injektion. Lesen Sie folgende Studie und bilden Sie sich. Und danach sollten Sie Ihre Rechtschreibung verbessern. http://pediatrics.aappublications.org/content/112/6/1394/T3.expansion.html
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