Blutkrebs wird weniger Kindern zum Verhängnis

Eine Studie mit Schweizer Beteiligung geht für 2016 von weniger Todesfällen bei Leukämiekranken aus.

Laborszene: Forscherin betrachtet Plexiglasträger

Bildlegende: Von den Fortschritten in der Stammzellenforschung profitieren auch Leukämie-Patienten. imago

Am deutlichsten wird laut der Studie die Sterberate bei Kindern bis 14 Jahren zurückgehen – im Vergleich zu 2009 um 38 Prozent bei Jungen und 20 Prozent bei Mädchen. Auch bei jungen Erwachsenen zwischen 15 und 44 Jahren ist ein Rückgang zu erwarten: um 26 Prozent bei Männern und 22 Prozent bei Frauen.

Bei Leukämiepatientinnen und -patienten zwischen 45 und 69 Jahren sinkt die Sterberate laut der Vorhersage um 19 Prozent.

Viele Fortschritte in der Therapie

Gründe sind eine verbesserte Überlebensrate dank optimiertem Management und besseren Therapien. Darunter fallen sogenannte «Multi-Drug»-Chemotherapien, Immuntherapien, Stammzell-Transplantation, Strahlentherapie und Behandlungen, die weniger toxische Nebenwirkungen mit sich bringen.

Dass nicht alle Altersgruppen gleichermassen profitieren, liegt laut den Studienautoren daran, dass bestimmte Leukämie-Arten noch immer sehr schwierig zu behandeln sind. Das betrifft speziell Blutkrebstypen, die vermehrt mit fortgeschrittenem Alter auftreten.