Datensammler helfen Leben retten

Das schweizerische Herzinfarktregister hat den 50'000. Patienten registriert. Die Daten helfen den Spitälern, ihre Behandlung zu verbessern.

Patient mit Herzkreislaufstillstand wird notfallmässig beatmet, während der Einsatz eines Defibrillators vorbereitet wird.

Bildlegende: Seit 1997 ist die Sterblichkeit bei Herzinfarkten massiv zurückgegangen. imago

Nach wie vor ist der Herzinfarkt die Todesursache Nummer eins in der Schweiz und weltweit. Dennoch ist die Chance, einen Infarkt zu überstehen, heute so gut wie nie zuvor: In den 18 Jahren seit der Gründung des Herzinfarktregisters hat sich die Herzinfarkt-Sterblichkeit in den angeschlossenen Spitälern halbiert und liegt nun bei etwas unter sechs Prozent.

Video «Nationales Herzinfarktregister» abspielen

Nationales Herzinfarktregister

0:42 min, aus Puls vom 6.3.2006

Der Rückgang sei unter anderem mit besseren Medikamenten und wirksameren Therapien zu erklären. Doch auch das Register trage dazu bei, da die Spitäler die anonymisiert erfassten Daten untereinander vergleichen können und dabei erkannte Verbesserungsmöglichkeiten zu einer besseren Behandlung führen.

Die Datensätze stützen sich auf die freiwilligen Angaben aus 83 Spitälern. Gemäss eigenen Angaben ist das Herzinfarktregister das grösste klinische Register im Schweizer Gesundheitssystem und weltweit das drittgrösste seiner Art. Finanziert wird das Register von Privaten und Unternehmen, wobei diese einwilligen müssen, inhaltlich keinen Einfluss zu nehmen.