Die Schweiz ist (noch) nicht masernfrei

Hierzulande sind heute mehr Menschen gegen Masern geimpft als noch vor einigen Jahren. Das Ziel einer masernfreien Schweiz bis Ende 2015 wurde aber nicht erreicht.

Zwei Plakate mit maserkranken Frauen in Alltagssituationen

Bildlegende: «Wer Masern hat, muss zu Hause bleiben» Die Kampagne zur Eliminierung der Masern wurde auch mit Plakaten geführt. Keystone

Damit die Schweiz und Europa masernfrei würden und auch blieben, brauche es laut BAG weitere Anstrengungen.

Gemäss den Daten aus acht Kantonen für 2014 haben im Schnitt 93 Prozent der zweijährigen Kinder eine erste und 87 Prozent auch eine zweite Masernimpfung erhalten. Ein markanter Anstieg zeigt sich bei den 16-Jährigen: Waren im Zeitraum 2008 bis 2010 schweizweit erst 85 Prozent mit zwei Dosen geimpft, ergab eine Stichprobe im Jahr 2014 einen Wert von 93 Prozent.

Zudem sind die Unterschiede zwischen den Kantonen deutlich geringer geworden. Der Kanton Appenzell Innerrhoden etwa verzeichnete 2008 bei der zweiten Impfung von Zweijährigen einen Wert von 50 Prozent. Nun liegt der Wert bei 85 Prozent.

Die genaue Auswertung der Strategie soll Ende Jahr vorliegen. Dann will der Bund über das weitere Vorgehen entscheiden. Damit die Schweiz als masernfrei gilt, müssen 95 Prozent der Bevölkerung gegen die Krankheit immun sein. Immun ist, wer mit zwei Dosen geimpft wurde oder die Krankheit durchgemacht hat.