Die WHO empfiehlt: verteuern und verbieten

Höhere Tabaksteuern und striktere Rauchverbote in der Öffentlichkeit könnten einer WHO-Studie zufolge einer zweistelligen Millionenzahl von Menschen das Leben retten.

Zigarettenkippen auf dem Boden

Bildlegende: Ausgeraucht Höhere Steuern und striktere Verbote führen zu einem rückgängigen Tabakkonsum. Colourbox

Vor allem die Erhöhung der Tabaksteuer wird in einer von der Weltgesundheitsorganisation WHO veröffentlichten Untersuchung empfohlen. Eine stärkere finanzielle Belastung der Raucher würde der Studie zufolge 3,5 Millionen Menschen das Leben retten, mit weiteren Rauchverboten auf öffentlichen Plätzen, in Restaurants und Büros könnten 2,5 Millionen Tote verhindert werden, erklärten die Autoren.

In der Studie wurde untersucht, wie es Brasilien geschafft hat, die Zahl der Raucher in den vergangenen 20 Jahren um 50 Prozent zu verringern.

«Es ist eine Win-Win-Situation für die Gesundheits- und Finanzminister die Einnahmen zu steigern und zugleich die Gesundheit der Bevölkerung massiv zu verbessern», sagte Douglas Bettcher, der WHO-Direktor für nicht-ansteckende Krankheiten der Nachrichtenagentur Reuters. Eine striktere Beschränkung des Tabakkonsums kann der Studie zufolge auch die Kosten für die nationalen Gesundheitssysteme massiv senken.


Nikotin - etymologisch

2:32 min, aus 100 Sekunden Wissen vom 31.05.2013

Jährlich sterben nach Angaben der WHO sechs Millionen Menschen an den Folgen des Rauchens. Bis 2030 wird ein Ansteigen der jährlichen Tabakopfer auf acht Millionen erwartet.