Psychisch krank und nicht Wartezimmer-tauglich

Fast alle Obdachlosen leiden unter massiven psychischen Problemen. Dieser Befund einer Studie hat die psychiatrischen Dienste in Zürich aufgerüttelt. Sie wollen ein neues Angebot schaffen für psychisch Kranke ohne festes Zuhause. Eine Reportage aus der betreuten Wohngemeinschaft «Suneboge».

Wer auf der Strasse lebt, ist psychisch angeschlagen – das gilt für fast jeden und jede. Das ist wenig überraschend, mittlerweile aber durch die sogenannte «Seewolf-Studie» der technischen Universität München eindrücklich belegt.

Die Erkenntnis hat konkrete Folgen: Die Stadt Zürich will ein neues Angebot schaffen für genau diese psychisch Kranken ohne festes Zuhause. Denen steht zwar heute schon die Tagesklinik der psychiatrischen Universitätsklink offen, aber zum einen sind die Betroffenen meist kaum Wartezimmer-kompatibel und zum anderen sucht sie die Krise häufig auch nachts heim, wenn die Tagesklinik längst geschlossen ist.

SRF-Redaktorin Christine Wanner hat die betreute Wohn- und Arbeitsgemeinschaft Suneboge an der Gerechtigkeitsgasse 5 besucht, wo man sich wünscht, dass der Psychiater zum Patienten kommt – ein Modell, das derzeit von den psychiatrischen Diensten und Kliniken in Zürich geprüft wird.

Welche Bedürfnisse die Obdachlosen haben und wie die Zusammenarbeit mit der Uniklinik heute schon funktioniert, hören Sie in der Reportage von «Echo der Zeit».

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