Schwerkrank, aber daheim

Gerade Weihnachten verbringen die meisten am liebsten daheim mit ihren Liebsten. Auch eine schwere Krankheit muss kein Hinderungsgrund sein.

Sehr viele todkranke Patienten verspüren den Wunsch, ihre letzten Wochen noch zuhause zu verbringen – auch und gerade an Weihnachten. So erging es auch dem 81-jährigen F. G., der nun seit fünf Wochen daheim von seiner Frau gepflegt wird. Das ist eine grosse Herausforderung für sie, aber auch eine, die ihr etwas zurückgibt, denn sie kann für ihren Mann in seinen letzten Wochen da sein, gute und weniger gute Momente mit ihm teilen, rund um die Uhr.

Das funktioniert aber nur mit Unterstützung. Betreut wird das Ehepaar von Fachpersonen von «OnPac», der onkologischen Fachpflege und Palliative Care. Sie sind Spezialisten für die Betreuung schwerkranker Menschen daheim. Gemeinsam mit der Spitex, die die pflegerischen Aufgaben übernimmt und dem betreuenden Arzt bilden sie ein Team, so dass das Ehepaar möglichst umfassend gut versorgt ist.

So wurde beispielsweise die Verlegung von G. nach Hause von ihnen umgesetzt, das Spitalbett organisiert und alle weiteren organisatorischen Fragen geklärt. Das scheint zu funktionieren, denn beide fühlen sich bei ihren betreuenden Personen in guten Händen.

Daheim dank Medikamenten

Dass Weihnachten im Kreise der Familie auch für F. G. und seine Frau in den eigenen vier Wänden möglich sein wird, ist Medikamenten zu verdanken – in diesem Fall Schmerzmedikamenten, die G. über eine Schmerzpumpe flüssig und gleichmässig verabreicht bekommt. Im Falle sehr starker Schmerzen ist so auch selbstbestimmt eine Zusatzdosis möglich.

Die fünf spezialisierten Palliativ-Organisationen im Kanton Zürich haben sich kürzlich im Verband spezialisierter Palliative-Care-Leistungserbringer (SPaC) zusammengeschlossen. Damit hat sich die flächendeckende Versorgung verbessert, denn die Organisationen können sich gegenseitig personell aushelfen.

Gerade über Festtage wie Weihnachten und Neujahr ist das ein wichtiger Schritt, von dem zu Hoffen steht, dass es solche Angebote in immer mehr Schweizer Regionen gibt, denn das Angebot ist hier sehr unterschiedlich gut ausgebaut. Können sich Patienten in den Kantonen Zürich, Basel oder in der Welschschweiz auf ein gutes Angebot stützen, sind die spezialisierten Angebote in der Zentralschweiz deutlich sparsamer gesät, zum Nachteil Schwerkranker und ihrer Familien – besonders in der Weihnachtszeit.

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