Hypnose in der Medizin: Die immense Kraft unserer Imagination

Die Hypnose kann dafür sorgen, dass wir Schmerzen ausblenden und Ängste vergessen können. «Puls» begleitet eine Operation ohne Narkose und Schmerzmittel – und zeigt, wieso das Universitätsspital Genf auf Hypnose setzt.

Mit Hypnose lassen sich auch starke Schmerzen aushalten und Ängste überwinden, das erkannten Ärzte schon im 18. Jahrhundert. Die Erfindung der Narkose, die den Menschen mit Medikamenten in ein künstliches Koma versetzt, drängte die Hypnose in der Medizin in den Hintergrund.

Doch jetzt entdeckt auch die Schulmedizin wieder die immense Kraft, die in unserer Imagination steckt. Seit Anfang Jahr werden am Universitätsspital Genf laufend Pflegerinnen und Ärzte in Hypnosetechniken geschult. Es ist ein weit über die Schweiz hinaus einmaliges und ambitioniertes Projekt. Bis in vier Jahren sollen über 4000 Pflegerinnen, Pfleger, Ärztinnen und Ärzte eine Grundausbildung in Hypnosetechnik erhalten haben. Schon jetzt finden am Genfer Unispital täglich Hypnose-Sitzungen statt – im Notfall, der Schmerzklinik und auf der Krebsstation.

«Puls Spezial» vertieft verschiedene Aspekte der medizinischen Hypnose und begleitet einen Patienten, der sich unter Hypnose am Handgelenk operieren lassen will – ohne Narkose und Schmerzmittel. Wie bereitet er sich darauf vor? Wie verläuft die Operation?

Was braucht es, damit eine Hypnose eine positive Wirkung entfaltet? Und kann man das nachweisen? Eine belgische Narkoseärztin, Pionierin der medizinischen Hypnose, hat darauf Antworten. Ausserdem zeigt ein Experiment im Schlaflabor, was eine Hypnose vom Schlafzustand unterscheidet.

Artikel zum Thema

  • Hypnose statt Narkose (Artikel enthält Video)

    Hypnose statt Narkose

    Ist die Kraft der Gedanken stärker als Stress und Schmerz? Das Unispital Genf meint ja und setzt auch im Alltag darauf.

    17.9.2018