Immuntherapie gegen Krebs: Hoffnung oder Hype?

Das eigene Immunsystem als wirksame Waffe gegen Krebs: Die Medizin vermeldet Fortschritte und weckt damit grosse Hoffnungen. Die Immuntherapie zeitigt spektakuläre Resultate – allerdings erst bei wenigen Patienten und gegen teures Geld. Wird Krebs damit besiegbar? «Puls Spezial» geht der Frage nach.

Ärzte sprechen bereits von einem neuen Pfeiler in der Krebsbehandlung: Neben Operation, Bestrahlung und Chemotherapie hat sich die Immuntherapie in den letzten Jahren im Klinikalltag etabliert. Bei Lungenkrebs- oder Hautkrebspatienten wird heute schon routinemässig auch die Behandlung mit Immuntherapie-Medikamenten, sogenannten Checkpoint-Inhibitoren, geprüft. Von noch nie da gewesenen Erfolgen sprechen die Ärzte – aber nur bei jenen 20 bis 50 Prozent der Patienten, die auf die Medikamente ansprechen.

Neuer Ansatz mit Forschungsbedarf

Doch für viele Krebsarten gibt es noch keine Immuntherapeutika. Und dauerhaft besiegt sei der Krebs selten, es handle sich eher um eine Lebensverlängerung von wenigen Monaten bis Jahren, sagen Kritiker. Dazu kommen die hohen Preise von über 100'000 Franken pro Jahr und Patient. Es bleibt noch viel zu erforschen: beispielsweise, weswegen einige Glückliche ansprechen, andere nicht oder wie lange die Medikamente wirken.

Ist die Immuntherapie also wirklich die grosse Hoffnung für die Zukunft oder werden die Erfolge überzeichnet? Wie funktioniert sie und werden dereinst mehr Tumore vom eigenen Immunsystem erkannt und zerstört werden können?

«Puls» portraitiert Patienten, denen Immuntherapeutika neue Hoffnung und neue Lebensqualität gegeben hat und zeigt die neuesten Therapien.

Artikel zum Thema