Chronisch entzündete Nasenschleimhaut – Ein häufiges Leiden

Etwa zehn Prozent der Bevölkerung leiden unter chronischer Rhinosinusitis, einer hartnäckigen Schleimhaut-Entzündung in Nase und Nebenhöhlen. Die genaue Ursache des Problems suchen Mediziner bis heute. Entsprechend schwierig gestaltet sich bei ausgeprägten Symptomen die Therapie.

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Chronische Rhinosinusitis

6:03 min, aus Puls vom 11.1.2016

Rhinosinusitis bedeutet, dass die Schleimhaut der Nase (griechisch: Rhino) und ihrer Nebenhöhlen (Sinus) entzündet ist (-itis). Eine schwere, chronische Rhinosinusitis kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Betroffene leiden je nach Erkrankungstyp an unterschiedlichen Symptomen. Oft ist der Schlaf gestört und dadurch auch die Leistungsfähigkeit sowie das Sozialleben.

Mann sprüht sich Nasenspray in die Nase.

Bildlegende: Tägliche Nasenspülungen mit Salzwasser und die Anwendung von Kortison-Sprays helfen häufig, aber nicht immer. imago

Typische Symptome sind eine ständig verstopfte Nase, Hustenreiz durch Ausfluss, Druckgefühle im Gesicht, verminderter Geruchsinn. Bei etwa der Hälfte der Betroffenen finden sich Polypen, also Schleimhautgeschwulste, welche die Nasenatmung blockieren können..

Salzwasser und Kortison

Die Basis-Behandlung umfasst tägliche Nasenspülungen mit Salzwasser und die Anwendung von Kortison-Sprays, in schweren Fällen und, befristet, auch Kortison-Tabletten. Schätzungen zufolge lindert diese Basis-Behandlung in 60 bis 80 Prozent der schweren Fälle die Symptome.

Operation hilft nicht immer

Ist die medikamentöse Therapie zu wenig wirksam, kommt eine Operation in Betracht. Beim Eingriff werden verengte Neben-Höhleneingänge erweitert, Schleim und Vereiterungen abgetragen und, falls vorhanden, Polypen entfernt.

Oft lindert ein Eingriff die Beschwerden, die aber nach einiger Zeit erneut auftreten können. Auch Operierte brauchen in der Regel eine medikamentöse Basis-Therapie.

Ursachen weiterhin unklar

Die genauen Ursachen der chronischen Rhinosinusitis sind noch nicht erforscht. Wie bei Asthma scheint die Veranlagung eine grössere Rolle zu spielen. In manchen Fällen gibt es bestimmte Auslöser, zum Beispiel eine Acetylsalicylsäure-Unverträglichkeit.

Mit den Ursachen der chronischen Rhinosinusitis befassten sich Forschungsarbeiten der Universität Zürich und des Schweizerischen Instituts für Allergie- und Asthmaforschung in Davos. Dabei zeigte sich, dass die äusserste Schleimhautschicht bei Betroffenen Lücken aufweist. Welche Rolle dies bei der Entstehung der Krankheit spielt, ist allerdings ungeklärt.

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