Gehirnerschütterung – Meist Folge eines Verkehrsunfalls

Die Suva registriert immer mehr Schädel-Hirnverletzte. Deren Zahl ist innert zehn Jahren um 30 Prozent auf jährlich gut 6000 Fälle gestiegen. Das liege aber nicht an mehr Unfällen, sondern an der gesteigerten Sensibilisierung fürs Thema: Verletzte gehen heute eher zum Arzt.

Verunfalltes Fahrrad mit gebrochenem Rahmen und einem Velohelm daneben.

Bildlegende: Nach einem Unfall lassen sich heute deutlich mehr Verletzte auf eine Gehirnerschütterung abklären als früher. imago

In drei Viertel der Fälle handelt es sich um Gehirnerschütterungen, beim Rest um mittelschwere oder schwere Schädel-Hirn-Traumata. Die Verletzungen verursachten jährlich Kosten von rund 200 Millionen Franken. Gehirnerschütterungen machten davon etwa 30 Millionen aus.

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Gehirnerschütterung - Diagnose schwierig, Therapie wichtig

16 min, aus Puls vom 28.1.2013

Jede dritte Gehirnerschütterung stammte von einem Verkehrsunfall, jede vierte von einem Sportunfall. Beim Sport verdoppelte sich die Zahl der Gehirnerschütterungen zwischen 2002 und 2011 nahezu.

Die Zunahme hänge vor allem damit zusammen, dass es heute eine kleinere Dunkelziffer gebe, weil Personen mit Gehirnerschütterungen eher zum Arzt gingen, schreibt die Suva. Fälle im Profisport und deren Konsequenzen hätten zu einer Sensibilisierung der Öffentlichkeit beigetragen.