«Na, wie alt schätzt Du mich?»

Bei einem Baum geben die Jahresringe Auskunft über sein Alter. Beim Menschen ist das nicht ganz so einfach.

Ein Junge, ein Senior und eine Frau mittleren Alters stecken die Köpfe zusammen.

Bildlegende: Schätzen lässt sich das Alter von Menschen recht gut. Einen präzisen Wert herzuleiten, fällt ungleich schwerer. imago

Normalerweise verrät die Geburtsurkunde, wie alt jemand ist. Fehlt sie, wird es schwierig. Denn es gibt keinen Fixpunkt beim Menschen, an dem sich sein wahres Alter ablesen liesse. Einige Hinweise gibt es zwar schon, anhand dieser Merkmale lässt sich das biologische Alter aber nur grob schätzen.

Leichter fällt es, wenn eine Person noch nicht ausgewachsen ist. Denn solange sich ein Mensch noch im Wachstum befindet, weisen seine Knochen Wachstumsfugen auf, anhand derer das Alter auf etwa zwei oder drei Jahre genau abschätzbar ist.

Einen weiteren Hinweis können die Zähne liefern. Zunächst einmal lassen sich Milchzähne, das Wechselgebiss und schliesslich die Zweitzähne voneinander unterscheiden und können wiederum ein sehr grobes Indiz für das Alter sein. Besonders aussagekräftig sind hierbei die Zahnwurzeln.

Weil sich die Zähne lebenslang im Umbruch befinden, kann auch die Zementschicht des Zahnapparats sehr grob ein Anzeichen sein. Das ist die Substanz, die die Zahnwurzel und den Zahnhals umgibt. Auch der Zustand der Zahnfüllung kann hinzugezogen werden, denn diese Materialien sind ebenfalls Alterungsprozessen unterworfen. Das Problem: Für eine Altersschätzung mittels Zahn muss der Zahn gezogen werden. Alles in allem gilt: Jedes Ergebnis ist nur eine sehr grobe Schätzung.