Neue Verhütungsmethode für den Mann in Sicht

Bislang gab es für den Mann als schnelle Verhütungsmethode nur das Kondom. In zwei Jahren könnte jedoch die Anti-Baby-Spritze für den Mann auf den Markt kommen.

Ein Paar liegt im Bett, vor ihm ausgebreitet Kondome und die Pille.

Bildlegende: Pille und Kondom: die bislang beliebtesten Verhütungsmittel. imago

Bislang war Verhütung lange Sache der Frau – vom Kondom einmal abgesehen. Nun zeigte sich im Test an Kaninchen eine Verhütungsspritze für den Mann als höchst erfolgreich. Eine Injektion des Vasalgel genannten Hydrogels in den Samenleiter reichte aus, um die Kaninchen ein Jahr lang vor der Vermehrung zu schützen. Nach diesem Jahr hob sich die Wirkung wieder auf – ohne Nachwirkungen auf den Spermiengehalt des Ejakulats.

Vasalgel blockiert den Samenleiter. Das Hydrogel lässt alle wichtigen Flüssigkeiten hindurch, grössere Partikel, dazu zählen auch Spermien, können jedoch nicht passieren. «Die Ergebnisse unserer Studie waren besser als erwartet», sagt Donald Waller, Pharmakologe an der University of Illinois. «Das Vasalgel wirkt sehr schnell verhütend. Dieser Effekt hielt die ganze Studiendauer hindurch an» – ohne Nebenwirkungen wie bei Hormonpräparaten.

Noch in diesem Jahr sollen erste Tests an Männern durchgeführt werden. Läuft alles nach Plan, könnte die Anti-Baby-Spritze dann schon 2018 Marktreife erlangen.

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