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Körper & Geist Schwimmhilfe für schlappe Spermien

Einer der häufigsten Gründe für Unfruchtbarkeit beim Mann ist eine schlechte Beweglichkeit der Spermien. Ein deutsches Forschungsteam hat nun einen erstaunlichen Lösungsansatz für dieses Problem entwickelt: den «Spermbot» für lahme Samenzellen.

Legende: Video Schwimmhilfe für schlappe Spermien abspielen. Laufzeit 00:35 Minuten.
Aus Puls vom 01.02.2016.

Wenn der Mann nicht genügend gut bewegliche Spermien produziert, kann die Eizelle der Frau auf natürlichen Weg nicht befruchtet werden. Asthenozoospermie wird dieses Problem fachsprachlich genannt. Heute wird es meist im Reagenzglas gelöst. Die Eizelle wird der Frau entnommen und das Spermium unter dem Mikroskop direkt hineingespritzt. Doch auch mit dieser Methode gelingt die Befruchtung nur bei rund einem Drittel der Fälle.

Wissenschaftler des Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW) in Dresden haben einen mikroskopisch kleinen Motor entwickelt, der die lahmen Spermien unterstützen soll. «Spermbot» wird dieser neuartige Roboter genannt. Dieser besteht aus einer Metallspirale, die sich über den Spermienschwanz stülpt und das Spermium Richtung Eizelle befördert. Angetrieben wird er von einem Elektromagneten, der sich ausserhalb des Körpers befindet. Ist das Spermium einmal in die Eizelle eingedrungen, zieht sich der Spermbot zurück.

Eine reichlich verrückt anmutende Methode, die aber im Labor schon ziemlich gut funktioniert. Ob und wann die kleine Spermien-Schwimmhilfe beim Menschen zum Einsatz kommt, steht allerdings in den Sternen.

4 Kommentare

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  • Kommentar von M.Müller, Zürich
    Tolle Schwimmhilfe! Damit noch mehr Menschen Staus verursachen und die Umwelt noch mehr belastet wird. Wer keine Kinder bekommt sollte das endlich als Laune de Natur respektieren. Aber eben, wenn jemand so aufwächst, dass er immer alles haben konnte, dann hat er die Demut etwas zu ertragen nie erlernt. Ein klassischer Fall von wohlstandskranker Fehlprägung.
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    1. Antwort von D. Heilig, St. Gallen
      Lieber Herr Müller Haben Sie noch andere Probleme? Wollen Sie darüber sprechen? Einfach alle so zu schubladisieren ist sehr gewagt. Haben Sie mal an den Leidensdruck der Paare gedacht die aus div. Gründen keine Kinder kriegen können und aber tolle Eltern wären? Wenn Sie keine Kinder wollen ist das Ihre Entscheidung und bei allen anderen sollte es auch so sein. Beste Grüsse D.
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    2. Antwort von Martin Hess, Bern
      Selten sowas Dummes, Ignorantes und Arrogantes gelesen.
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    3. Antwort von M.Müller, Zürich
      @Heilig, So wie wir zur Natur keine Sorge tragen, so wollen wir ihr alles erzwungen abringen, weil wir es gewohnt sind, immer alles zu kriegen was wir wollen. Ihre Worte beschreiben die Demutslosigkeit excellent.
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