Alt werden – besser als alt sein?

Zwei Drittel aller 85-Jährigen in der Schweiz leben selbständig. Dennoch: Ins Altwerden muss jeder erst einmal hineinwachsen.

Noch nie lebten in der Schweiz so viele Senioren wie heute. Gut 1,4 Millionen sind 65 und älter – rund 800'000 Frauen und 600'000 Männer. Wer heute geboren wird, kann mit einem langen Leben rechnen: durchschnittlich 84,7 Jahre als Frau und 80,3 Jahre als Mann. Damit zählt die Schweiz zu den Ländern mit der höchsten Lebenserwartung weltweit.

Alt werden wollen wir alle – alt sein hat aber ganz verschiedene Facetten. Auf der einen Seite sind die «jungen Senioren» als finanzkräftige, unternehmungslustige und reisefreudige Gesellschaftsgruppe heftig umworben und leben ein ganz anderes Leben als noch ihre Altersgenossen vor zwanzig Jahren. Auf der anderen Seite erleben Hochaltrige eine immer stärkere Isolation und geraten zusehends in Vergessenheit.

Auch im hohen Alter Teil der Gesellschaft

Dennoch: Auch im hohen Alter ist das Leben lebenswert. Zwei Drittel aller 85-Jährigen können noch selbständig zuhause leben. Ihnen geht es umso besser, je besser sie sich mit den Begleiterscheinungen des Alterns arrangieren. Der Meinung sind auch die Politikerin Monika Stocker von der «Grossmütterrevolution», der Alterssoziologe François Höpflinger und der Philosoph Wilhelm Schmid, die in der Sendung «Kontext» ihre Sicht auf unbekanntere Seiten der Hochaltrigkeit mitteilen.

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