Auf Fred Astaires Spuren

Für tanzfreudige Senioren gibt es weit mehr als Sitz- und Volkstanz: Wie wäre es beispielsweise mit Stepptanz?

Zwei Stepptanzschuhe stehen auf einer Fensterbank.

Bildlegende: Den Rhythmus angeben: Auch das gelingt mit Stepptanz-Schuhen. imago

Marlies Wermelinger bietet seit zehn Jahren Stepptanz für Tanzwütige zwischen 50 und 90 an. Bereits mit wenigen, einfachen Schritten erleben die Tänzerinnen und Tänzer ein ganz spezielles Hochgefühl: Die Musik beschwingt, das gemeinsame Erleben macht Freude, der Körper wird von Kopf bis Fuss trainiert, und auch der Geist ist gefragt durch die anspruchsvollen Choreographien. Und alle – vom 50- bis zum 90-Jährigen – können mithalten.

Damit ist alles erfüllt, was gerade für ältere Menschen wichtig ist: Ein geschulter Gleichgewichtssinn und eine gute Koordinationsfähigkeit schützen vor Stürzen, das Einprägen der Choreographien wirkt als Gedächtnistraining und hält den Geist fit - und nicht zuletzt macht die Bewegung in der Gruppe Spass und schützt vor der Vereinsamung. Selbst die Kniearthrose-Patienten der Truppe schwärmen. sie hätten dank ihrer verbesserten Muskulatur heute weniger Schmerzen.

Tanz mit Geschichte

Der Stepptanz wurde im 19. Jahrhundert in den USA entwickelt und ist heute überall auf der Welt bekannt. Mit je zwei Metallplatten, die haltbarer sind als die zunächst benutzten Holzsohlen, vorne und hinten an den Schuhen angebracht, werden beim Tanzen rhythmische Klänge erzeugt, die zum optischen Eindruck und zur Musik passen. Der Tänzer wird somit zum Perkussions-Musiker.