Dinner-Cancelling – Ohne Znacht ins Bett

«Ohne Znacht ins Bett» ist für Kinder noch eine Strafe. Hollywood-Stars hingegen tun es freiwillig und schwören auf das Dinner-Cancelling: Sie lassen das Abendessen ausfallen.

Schiefertafel in einem Kühlschrank als Erinnerung ans Fasten

Bildlegende: Beim Dinner-Cancelling darf spätestens ab 17 Uhr nur noch getrunken werden – natürlich kein Alkohol. imago

Hinter dem Dinner-Cancelling steckt eine einfache Idee: Lässt man das Abendessen aus, werden mehr Hormone ausgeschüttet, die für den Regenerationsprozess zuständig sind. Ausserdem soll die Produktion der Hormone Somatropin und Melatonin angeregt werden. Diese Hormone sollen das biologische Altern verlangsamen.

Bis um 16 Uhr, spätestens aber bis um 17 Uhr am Nachmittag ist essen erlaubt. Danach wird nur noch getrunken: Ungesüsste Kräutertees oder Mineralwasser, keine Säfte oder zuckerhaltigen Limonaden. Auch Alkohol ist tabu.

Die nächste Mahlzeit ist das Frühstück. «Ob man sich fürs Dinner-Cancelling eignet, muss man selber herausfinden», sagt die SRF-Ernährungsberaterin Anita Gröli. Wer vor dem Schlafengehen Heisshungerattacken habe, sollte besser die Hände davon lassen. «Gegen den plötzlichen Hunger kann man auch nicht viel machen – ausser trinken», sagt Anita Gröli.

Lunch-Cancelling nicht empfehlenswert

Das Znacht entwickelt sich in unserer Take-away-Gesellschaft immer mehr zur wichtigsten Mahlzeit des Tages. Von der Idee, anstelle des Nachtessens aufs Mittagessen zu verzichten, hält Anita Gröli nicht viel: «Tagsüber ist man ständig in Bewegung, der Körper regeneriert nicht und zapft die Reserven nicht an.» Auch wer prinzipiell auf das Frühstück verzichtet, sollte vom Dinner-Cancelling lassen. «Eine Mahlzeit pro Tag ist einfach zu wenig», sagt die Expertin.

Das Dinner-Cancelling sei dagegen ideal, wenn man am Mittag üppig gegessen hat, so die Expertin. Da könne man das Abendessen ruhig auch mal auslassen und spare dabei auch noch ein paar Kilokalorien.