Zum Inhalt springen
Inhalt

Lifestyle Frischzellen – Die teure Hoffnung der Reichen und Schönen

Das Geschäft mit kosmetischer Chirurgie und Wellness-Medizin boomt. Die Genferseeregion ist ein Zentrum des internationalen Medizinaltourismus. Hier lassen sich die Reichen und Schönen mit Frischzellen, gewonnen aus der Schafsleber, behandeln.

Legende: Audio Länger leben dank Schafsleber abspielen. Laufzeit 27:50 Minuten.
27:50 min, aus Kontext vom 19.06.2014.

Die Legende besagt, dass der Schweizer Paul Niehans 1931 eine bereits sterbende Waadtländer Bäuerin mit einem Gebräu aus Wasser und zerkleinerten tierischen Zellen rettete. Die Frischzellentherapie war erfunden.

In den Folgejahren liessen sich Prominente jeder Couleur – unter anderem Kaiser Hirohito und Papst Pius XII – mit der sogenannten Zellulartherapie behandeln, was der Methode zu einiger Popularität verhalf. Der Begriff «Frischzellenkur» hat es damit zwar in die Alltagssprache geschafft, dem Verfahren selber blieben aber schulmedizinische Weihen versagt.

Ob die Xenotransplantation tierischer Zellen in den menschlichen Organismus tatsächlich von Nutzen ist, ist heftig umstritten. Auf jeden Fall beschert er der Region am Genferseebogen aber traumhafte Renditen: In edlen Privatkliniken investiert die zahlungskräftige internationale Klientel 100'000 bis 200'000 Franken pro Besuch.

Sascha Buchbinder hat sich auf die Spuren von Paul Niehans gemacht und für «Kontext» eine dieser diskreten Kliniken besucht. Ein Einblick in das ewige Geschäft mit der Hoffnung auf ein besseres Leben.

4 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Wir haben Ihren Kommentar erhalten und werden ihn nach Prüfung freischalten.

Einen Kommentar schreiben

verfügbar sind noch 500 Zeichen

Mit dem Absenden dieses Kommentars stimme ich der Netiquette von srf.ch zu.

Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.