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Lifestyle Gesund und auf der sicheren Seite

Bewusst einkaufen und gut vorsorgen für schwierige Zeiten lässt sich auf einen gemeinsamen Nenner bringen: Der Notvorrat zu Hause ist die ideale Basis für beides.

Küchenschublade mit Konserven und diversen anderen Lebensmitteln.
Legende: Wer den Überblick über seine Vorräte hat, kauft bewusster und gesünder ein. imago

«Kluger Rat – Notvorrat». So hat das Bundesamt für Wirtschaftliche Landesversorgung BWL in den 1960er Jahren dafür geworben, den Keller mit «eisernen Vorräten» zu füllen. Der Slogan hat überlebt, das Konzept hat sich verändert: Weg vom Überdauern einer längeren Krise, hin zum Überbrücken eines kürzeren Versorgungsausfalls.

«Am besten sorgen Sie dafür, dass in Ihrem Haushalt stets Lebensmittel für eine Woche vorhanden sind», erklärt Alfred Flessenkämper, Stv. Direktor des BWL. Und zwar nicht in Form eines unantastbaren Warenlagers, sondern indem diese Vorräte ganz normal bewirtschaftet werden – also laufend verbraucht und wieder ergänzt.

Keine «Astronautennahrung»

So bleibt alles frisch, und bei Bedarf stehen Nahrungsmittel zur Verfügung, die man auch gerne konsumiert. Das Einlagern von spezieller «Astronautennahrung» macht als Alternative wenig Sinn: «Die geht irgendwann vergessen und läuft dann unbemerkt ab», so Flessenkämper. «Und wer möchte sich schon von so etwas Eintönigem eine Woche lang ernähren?»

Das BWL-Merkblatt «Notvorrat» empfiehlt diverse Lebensmittel und Verbrauchsgüter. Worauf sollte auf keinen Fall verzichtet werden? Flessenkämper: «Auf Wasser! Wir empfehlen neun Liter pro Person. Das klingt nach viel, aber Wasser benötigen Sie nicht nur zum Trinken, sondern auch zum Kochen und zur persönlichen Hygiene. Fällt der Strom aus oder ist das Leitungswasser ungeniessbar, müssen Sie mit dem auskommen, was Sie haben.»

Praktische Einkaufshilfen

Auch im ganz normalen Alltag hat der Notvorrat seinen Nutzen: Wer gerne mehr einkauft als nötig und sich immer wieder dabei ertappt, überschüssige Lebensmittel fortzuwerfen, schafft mit einem bewusst bewirtschafteteten Vorrat die Basis für ein ökonomischeres und gesünderes Einkaufsverhalten.

Ernährungsberaterin Anita Grölis Empfehlung für die optimale Einkaufsvorbereitung: «Zunächst sollte man sich einen Überblick über den Stand der Vorräte zu Hause verschaffen. Dann einen cleveren Plan machen, was man in den nächsten Tagen kochen möchte und dabei auch Resten berücksichtigen, die zu verwerten sind.» daraus ergibt sich der tatsächliche Einkaufsbedarf, der auf einer verbindlichen Einkaufsliste festgehalten wird.

So gut die Vorbereitung ist: Wie kann man der Versuchung im Laden am besten widerstehen? Gröli hat einen handfesten Tipp: «Nehmen Sie anstelle des Einkaufswagens nur ein Körbchen!» Was man wirklich benötigt, hat darin Platz.

Tipp Nummer zwei: Etwas zu trinken mitnehmen oder einen Pfefferminzkaugummi kauen. Das wirkt allfälligen Hungergefühlen entgegen – gut gegen Hamsterkäufe.

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