Zum Inhalt springen

Lifestyle Hirndoping an der Uni – Verpönt, aber verbreitet

In einer Basler Studie gaben 70 Prozent der Befragten an, es sei unfair, sich mit Medikamenten und Freizeitdrogen zu besseren Leistungen zu pushen. 22 Prozent haben es aber schon mindestens einmal getan.

Hörsaal an der ETH Zürich.
Legende: Die Komplexität und Fülle des Lernstoffs verleitet viele dazu, der eigenen Leistungsfähigkeit auf die Sprünge zu helfen. Keystone

Die Studierenden an der Uni Basel, Uni Zürich und der ETH Zürich wurden per Fragebogen zu ihrer Einstellung zu Substanzen wie Ritalin, Modasomil, Antidepressiva, Betablockern sowie einer Vielzahl an Freizeitdrogen befragt.

3000 der 30'000 verteilten Fragebogen wurden ausgefüllt. Studierende, die Erfahrung mit Leistungssteigerung durch Arzneien hatten, zeigten sich dabei deutlich aufgeschlossener.

Zwei Drittel verglichen die pharmazeutische kognitive Leistungssteigerung mit Doping im Sport; 80 Prozent fanden, so erreichte Resultate verdienten geringere Anerkennung.

Ein Grossteil der Befragten drückte Bedenken hinsichtlich Risiken und Nebenwirkungen aus. Viele zeigten sich zudem besorgt, dass bei verbreitetem Gebrauch Druck auf jene entstehen könnte, die keine Medikamente zur Leistungssteigerung einnehmen. Die Frage, ob die Hochschulen deren Verwendung strikt regulieren sollten, spaltete die Befragten jedoch in zwei gleich grosse Lager.

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Charles Dupond, Vivis
    Das Doping war frueher allgemein sogar in Kriegszeiten verpoent. Die Nazis waren die ersten, welche das Dopingverbot fuer Frontsoldaten lockerten. Allerdings war vorgeschrieben, dass das Doping nur moeglichst kurz (zB waehrend einer Offensive) angewendet werden durfte, und der betroffenen Truppe nach dem Absetzen Ruhe einzureumen sei. Heute ist das Doping nur noch im Sport scheinverpoent, derweil es zur Uebersteigerung der Berufsausbildungs- und Arbeitsfaehigkeit zum taeglichen Brot degenerierte
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von JoeCH, Basel
    Sagt nicht bereits eine derart miserable Rücklaufquote von 10% der Fragebögen genug aus? Das würde ja bedeuten dass sich, zumindest statistisch gesehen, 90% der Studis nicht für dieses Thema interessieren oder sich nicht dazu äussern wollen. Erfahrungsgemäss wird aber in dieser Gruppe das öffentlich verpönte populärer sein als in der Gruppe welche geantwortet hat. Wie dem auch sei: Diese Umfrage ist sicher nicht Repräsentativ und darf zu keiner Politischen schlussfolgerung führen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Heinz Rordorf, St. Margrethen
    "Wir machen Vieles, damit es fertig ist und das nächste kommt.....und so fort! Wenn ein Zimmer gesäubert wird, damit es fertig ist, sieht es anders aus, als wenn es mit Sinn auf Sauberkeit geordet wird." Elsa Gindler Die Verschulung der Universitäten hat die Liebe zum Studium, die Kreativität links und rechts des Mussstoffes zu lernen massiv beeinträchtigt. The surviveal of the fittiest Auswuchs! Leider!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen