Insekten dürfen bald auf den Teller

Bisher war der Bundesrat skeptisch gegenüber Insekten auf dem Speisezettel. Nun aber sollen Mehlwürmer, Grillen und Wanderheuschrecken als Lebensmittel zugelassen werden.

Geröstete Mehlwürmer, als Appetithäppchen angerichtet

Bildlegende: Insekten, die nach der Zubereitung immer noch als solche erkennbar sind, wecken hierzulande wenig Appetit. imago

Wer heute Insekten als Lebensmittel anbietet, braucht eine Bewilligung. Gegen eine generelle Zulassung hatte der Bundesrat bisher aber gesundheitliche Bedenken geltend gemacht.

Mit Mehlwürmern, Grillen und Wanderheuschrecken hätten bereits im kleinen Massstab Erfahrungen gesammelt werden können, sagte Michael Beer vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV). Proteinallergien und die Produktionsbedingungen bleiben aber ein Thema, darum ist das Insekten-Menü vorerst auf diese drei Arten beschränkt.

Erlaubt, was nicht verboten

Die Zulassung von Insekten als Lebensmittel ist Teil einer umfassenden Revision des Lebensmittelrechts. Diese sieht einen Paradigmenwechsel vor: Alle Lebensmittel sollen erlaubt sein, die sicher sind und den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Bisher war es umgekehrt: Alle Lebensmittel, die nicht explizit im Gesetz umschrieben waren, benötigten eine Bewilligung.

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Grillen statt grillieren

13 min, aus Einstein vom 20.12.2012