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Lifestyle Insekten dürfen bald auf den Teller

Bisher war der Bundesrat skeptisch gegenüber Insekten auf dem Speisezettel. Nun aber sollen Mehlwürmer, Grillen und Wanderheuschrecken als Lebensmittel zugelassen werden.

Geröstete Mehlwürmer, als Appetithäppchen angerichtet
Legende: Insekten, die nach der Zubereitung immer noch als solche erkennbar sind, wecken hierzulande wenig Appetit. imago

Wer heute Insekten als Lebensmittel anbietet, braucht eine Bewilligung. Gegen eine generelle Zulassung hatte der Bundesrat bisher aber gesundheitliche Bedenken geltend gemacht.

Mit Mehlwürmern, Grillen und Wanderheuschrecken hätten bereits im kleinen Massstab Erfahrungen gesammelt werden können, sagte Michael Beer vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV). Proteinallergien und die Produktionsbedingungen bleiben aber ein Thema, darum ist das Insekten-Menü vorerst auf diese drei Arten beschränkt.

Erlaubt, was nicht verboten

Die Zulassung von Insekten als Lebensmittel ist Teil einer umfassenden Revision des Lebensmittelrechts. Diese sieht einen Paradigmenwechsel vor: Alle Lebensmittel sollen erlaubt sein, die sicher sind und den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Bisher war es umgekehrt: Alle Lebensmittel, die nicht explizit im Gesetz umschrieben waren, benötigten eine Bewilligung.

Legende: Video «Grillen statt grillieren» abspielen. Laufzeit 13:00 Minuten.
Aus Einstein vom 20.12.2012.

13 Kommentare

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  • Kommentar von Beppie Hermann, Bern
    G.Schneider "widerliche Knollenpflanze", die läuft wenigstens nicht davon! Im Film "Mondo cane" zeigte man einen afrikanischen Imbissstand, wo mit der Kelle aus einer Marronitonne grosse Fleischfliegen geschöpft und zwischen Sandwichbrote geklemmt wurden. Lebendig natürlich, und die liefen den Konsumenten beim Essen die Backen hoch, wurden mit der Hand wieder in den Mund gestreift. Pfui Teufel, ohne mich!
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  • Kommentar von Lutz Bernhardt, Kreuzlingen
    Natürlich haben wir in Europa Vorurteile gegen das Essen von Insekten. Normal sind sie in unseren Breiten Indikatoren für verdorbene Nahrungsmittel. Wer in Asien etwa geröstete Ameiseneier oder Ameisen probiert, ändert schnell seine Meinung. Krabben, Krebse oder ähnliches unterscheiden sich äusserlich doch kaum von Insekten. Wir wissen, wie lecker diese zubereitet sein können. Das Bild zum Beitrag ist kontraproduktiv. Es suggeriert den Eindruck von Parasiten in verdorbenen Nahrungsmitteln.
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  • Kommentar von W. Pip, Züri
    Ich freue mich schon, wenn unsere fürsorgliche Lebensmittelindustrie diese putzigen Tierchen als billige Eiweissquelle entdeckt. Dann macht Essen (und Einkaufen) ja noch mehr Spass als heute, wo all unsere Produkte bereits komplett appetittliche Inhaltsstoffe haben. Und schliesslich wollen ja auch 8.5 Mio. Produktionsfaktoren billig ernährt werden. Tendenz steigend. Also los, keine Hemmungen (passt gut in die Zeit!) und runter damit! En guete.
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