Mit eigenem Blut zu noch mehr Leistung

Wie können maximal trainierte Sportler ihre Leistung noch steigern? Das gelingt oft nur noch mit Doping. Missbrauch wird mit vielen Substanzen getrieben, etwa mit Entzündungshemmern, Aufputschmitteln, oder Wachstumshormonen. Im Ausdauersport dreht sich Doping besonders oft um Sauerstoff.

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Doping: Mit Eigenblut zu Mehrleistung

3:47 min, aus Puls vom 16.6.2014

Um die Sauerstoffzufuhr der Muskelzellen zu verbessern, setzen Ausdauersportler heute oft auf Blutdoping in kombinierter Form.

Erst spritzt man sich in den Monaten vor einem Rennen das Hormon Erythropoetin, landläufig bekannt als EPO. EPO regt das Knochenmark zur Bildung roter Blutkörperchen an. Eigenblutspenden: Sind die roten Blutkörperchen ausgereift, legt der Sportler Eigenblutreserven an, die er sich vor einem wichtigen Rennen wieder zuführt. Das Blut kann jetzt mehr Sauerstoff transportieren, was die persönliche Ausdauerleistung steigert.

Durch Blutdoping verbessert sich die maximale aerobe Leistung um acht bis zwölf Prozent. «Doping macht einen gewaltigen Unterschied», sagt Carsten Lundby, Sportphysiologe der Universität Zürich.

Im Urin ist EPO nur 48 Stunden nachweisbar. Heute versuchen Doping-Fahnder, durch Langzeit-Profile – den sogenannten Blutpass – Fehlbaren auf die Spur zu kommen. 2013 wurde in der Schweiz erstmals ein Athlet aufgrund eines von der Norm abweichenden Blutpasses gesperrt.

Weil Blutdoping natürliche Vorgänge imitiert, wie sie auch Höhentrainings in Gang bringen, ist die Methode schwer zu belegen.

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