Mittagsschläfchen tut nicht allen Kindern gut

Der Mittagsschlaf gehört für viele Kinder und deren Eltern zum Tagesrhythmus. Nicht selten aber wirkt sich das Mittagsschläfchen bei Kleinkindern negativ auf den Nachtschlaf aus.

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Mittagsschlaf nur bis zwei Jahre

0:31 min, aus Puls vom 30.3.2015

Das tägliche Mittagsschläfchen kann sich bei Kindern negativ auf den nächtlichen Schlaf auswirken. Vor allem bei Kindern, die älter als zwei Jahre alt sind. Dies zeigt eine Studie australischer Psychologen, die insgesamt 26 Studien zur Schlafqualität von Babys und Kleinkindern analysierten. Die australischen Forscher konnten belegen, dass sich der Schlaf eines Kindes bis zum fünften Lebensjahr mehr und mehr in die Nachtstunden verlagert.

Mittagsschlaf nicht erzwingen

Schläft ein Kind nachts nicht durch oder hat Probleme einzuschlafen, könnte also das ausgedehnte Mittagsschläfchen dafür verantwortlich sein. Ab einem Alter von zwei Jahren schliefen Kinder mit Mittagschlaf nachts schlechter, berichtet das Forscherteam um Karen Thorpe, Professorin für Psychologie am Institute for Health and Biomedical Innovation der Queensland University in Brisbane, Australien. Wenn Kinder ab zwei Jahren während des Tages also partout nicht schlafen wollen und in der Nacht gut durchschlafen, darf das Mittagsschläfchen abgeschafft werden.

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