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Lifestyle So ein Leben überlebt nur 007

Sex als gäb's kein Morgen und dazwischen saufen, raufen und ab und zu die Welt retten: Dass James Bond nicht nur seine Widersacher, sondern auch seinen Lebensstil überlebt, ist aus medizinischer Sicht ein Wunder.

Sean Connery in Anzug sitzt in einem Sessel und prostet seinem unsichbaren Gegenüber mit einem Glas zu.
Legende: Nie kippte James Bond mehr hinter die Binde als 1966 in «Man lebt nur zweimal». Keystone

Pünktlich zum Erscheinen eines neuen Bonds rückt die legendär ungesunde Lebensweise des britischen Superagenten wieder ins öffentliche Interesse. Dem Nikotin hat er zwar seit Längerem abgeschworen, aber dem Alkohol ist er ebenso treu geblieben wie seinem Hang zu schönen Frauen.

Die Weihnachtsausgabe des «British Medical Journal» (bmj) hat sich auch schon augenzwinkernd mit den notorischen Trinkgewohnheiten von 007 befasst und ist dabei zu beeindruckenden Erkenntnissen gekommen:

  • Pro Woche kippt sich Mr. Bond 92 Einheiten Alkohol hinter die Binde. Das ist viermal mehr als empfohlen und bedeutet ein massiv erhöhtes Risiko für Krebs, Depressionen, Bluthochdruck, Leberzirrhose – und sexuelle Dysfunktionen.
  • Im Verlauf der zwölf Missionen von «Der Mann mit dem goldenen Colt» bis «Casino Royale» konsumierte 007 über 1150 Einheiten Alkohol. Am tiefsten schaute er dabei in «Man lebt nur zweimal» ins Glas: 225,8 Einheiten sind einsamer Rekord.
  • Promillegrenzen interessieren Bond nur am Rande: In «Casino Royale» hat er nicht weniger als 39 Alkoholeinheiten intus, bevor er sich zu einer Hochgeschwindigkeits-Verfolgungsfahrt aufmacht. Wenig überraschend endet die in einem spektakulären Crash.

Shaken not stirred

  • 3 Teile Gordon's Gin
  • 1 Teil Wodka
  • 1/2 Teil Kina Lillet
  • 1 dünner Streifen Zitronenschale

Gründlich durchschütteln, bis der Drink eiskalt ist.

Die Vorliebe für geschüttelte Martinis führt bmj übrigens auf einen typischen Nebeneffekt des chronischen Alkoholmissbrauchs zurück: zitternde Hände.

Wieso bleibt Bond so schlank?

Dass das schiere Quantum an Alkohol James Bond nicht schon längst unter die Erde gebracht hat, ist ebenso erstaunlich wie seine unverwüstliche Libido, der nicht einmal explizite Folter nachhaltig schadet. Was männliche Fans der Filmreihe aber mindestens ebenso beschäftigt: Wie schafft es Bond bloss, sein Sixpack vor dem Angriff der Kalorien zu schützen?

Ein Wodka Martini alleine bringt es schon auf gut und gerne 160 kcal – gut das Doppelte eines Glases Champagner oder Wein. Und da 007 kein Kostverächter ist, darf es auch gerne mal ein Bier oder ein edler Whisky sein. Der schlägt übrigens figurmässig doppelt ins Kontor, wenn nach dem Essen genossen, da Alkohol die Fettverbrennung hemmt. Normalerweise gibt das ganz schön Polster auf dem Sixpack.

Also: Wie wird Doppelnull all die Kalorien wieder los? Mit dem häufigen Sex? Dagegen sprechen die Ergebnisse einer kanadischen Studie, die den Kalorienverbrauch beim Joggen mit jenem beim Liebesspiel verglich. Ihr Fazit: 30 Minuten im Bett verbrannten beim Mann nicht einmal halb so viel Energie wie 30 Minuten auf den Beinen.

Nüchtern betrachtet muss Bonds gute Figur also auf fleissige sportliche Betätigung zurückzuführen sein: Verfolgungsjagden, Schlägereien – was Agenten halt so tun.

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