Was macht den Grüntee so gut fürs Gehirn?

Er ist ein Mysterium: Grüntee soll gegen Krebs helfen, aber auch gegen Demenz. Der anregende Effekt ist wissenschaftlich belegbar.

Eine Tasse gefüllt mit grünem Tee.

Bildlegende: Grüntee soll auch gut gegen Krebs oder Alzheimer sein. Colourbox

Zwar hat auch schwarzer Tee durchaus seine positiven Seiten, in puncto Gesundheit aber hat der grüne Tee die Nase vorn, auch wenn grüner und schwarzer Tee von den Blättern der gleichen Pflanze stammen. Diese werden dann aber unterschiedlich verarbeitet. Grüner Tee wird einfach nur getrocknet, schwarzer jedoch zusätzlich zerkleinert. Die Blattstücke fermentieren und werden dunkel. Dabei verliert der Tee einen Teil seiner Polyphenole – die Stoffe, die positiv auf die Gesundheit wirken sollen.

Schon früher hatten Studien belegt, dass grüner Tee positiv für die Hirngesundheit ist. Das bestätigt nun eine weitere Studie: Forscher der Uni Basel fanden nun heraus, dass tatsächlich ein Mechanismus im Hirn für die Leistungssteigerung des Gedächtnisses nach der Einnahme von Grüntee verantwortlich ist. Probanden, die einen Softdrink mit Grüntee-Extrakten getrunken hatten, schnitten bei Gedächtnistest besser ab als die Probanden, die einen normalen Softdrink getrunken hatten.

Für den positiven Effekt war gar nicht einmal so viel Grüntee erforderlich: Die Forscher reicherten den Softdrink lediglich mit Grüntee-Extrakt an, was 2,75 g/l oder ein bis zwei Tassen Grüntee entspricht, sagt Stefan Borgwardt, Professor an den Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel.