Weihrauch als Medizin

Nicht nur die Kirche nutzt Weihrauch. Das Harz des Weihrauchbaumes wird in der traditionellen Naturheilkunde seit vielen tausend Jahren als wichtiges Heilmittel eingesetzt.

Vor einem Apothekerglas liegende Weihrauch-Harzstückchen.

Bildlegende: Weihrauch in seiner Ursprungsform ist das Harz des Weihrauchbaumes. Colourbox

Schon vor langer Zeit war Weihrauch kaum mit Gold aufzuwiegen: Er wurde rund um den Globus geschätzt – und zwar nicht wegen seines Geruches. In Indien setzte man das Harz des Weihrauchbaumes gegen Gelenksentzündungen, Bronchitis und Durchfall ein. Antike Ärzte versuchten, Blutungen damit zu stillen und Hautkrankheiten zu heilen. Die alten Ägypter sorgten mit Kauweihrauch für frischen Atem. Und im alten China versuchten Mediziner sogar, damit Lepra zu heilen.

Auch heute greift man in der Naturheilkunde bei chronischen Entzündungen auf Weihrauch zurück. Neben zahlreichen anderen Substanzen, zum Beispiel ätherischen Ölen oder Gerbstoffen, enthält das Weihrauchharz auch Boswelliasäuren. Sie wirken entzündungshemmend.

Weihrauch in Form von Tabletten oder Kapseln soll gegen rheumatische Arthritis, Osteoarthritis, chronische Gelenksentzündung (Polyarthritis), aber auch bei entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, bei Schuppenflechte (Psoriasis) sowie bei Asthma bronchiale helfen.

Bis eine Linderung spürbar wird, braucht es zwar meist mehr Zeit und eine höhere Dosierung als bei nichtpflanzlichen Heilmitteln. Dafür treten Nebenwirkungen in der Regel seltener auf.