Wir essen, wann wir wollen

Morgenessen, Mittagessen, Abendessen innerhalb von zwölf Stunden – das war einmal. Die meisten Menschen essen heute völlig unregelmässig und über einen Zeitraum von mehr als fünfzehn Stunden hinweg.

Eine Frau im Morgenmantel sitzt in der Küche vor einem Laptop und isst einen Hamburger

Bildlegende: Das moderne Leben verführt dazu, feste Essenszeiten über Bord zu werfen. imago

Das zeigt zumindest für die USA eine Studie, bei der Forscher des renommierten Salk Instituts für Biologische Studien in La Jolla erstmals die exakten Ernährungsdaten Freiwilliger sammelten – indem sie sie ihr Essen und Trinken fotografieren liessen. Eine spezielle App sammelte weitere Daten wie Ort und Uhrzeit.

Demnach nehmen mehr als die Hälfte der gesunden Erwachsenen sehr unregelmässig und auch fast über die gesamte Wachphase hinweg Nahrung zu sich. Nur einen Viertel der Kalorienmenge assen die Teilnehmer bis zum Mittag, dafür mehr als einen Drittel nach 18 Uhr.

Acht übergewichtige Teilnehmer schränkten die Zeit ihrer Nahrungsaufnahme nach dem Versuch freiwillig und ohne Auflagen bei der Kalorienmenge auf zehn bis elf Stunden ein. Ergebnis: Sie nahmen innerhalb mehrerer Wochen ab und schliefen auch besser.