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Alltag & Umwelt Mandelmilch & Co.: Ein guter Milchersatz?

Zunehmend mehr Menschen entscheiden sich für sogenannte Milchersatzgetränke. Gegen die spricht zwar nichts, doch enthalten sie von Natur aus nicht einmal annähernd so viel gesunde Ingredienzen wie Kuhmilch.

Legende: Video Sojamilch und Co. – was ist drin? abspielen. Laufzeit 4:29 Minuten.
Aus Puls vom 02.10.2017.

Gemäss der Schweizer Lebensmittelpyramide wird der Verzehr von täglich drei Portionen Milch oder Milchprodukten empfohlen. Eine Portion entspricht zwei Deziliter Milch, 150 bis 200 Gramm Joghurt, Quark, Hüttenkäse oder andere Milchprodukten, 30 Gramm Halbhart- oder Hartkäse oder 60 Gramm Weichkäse. Eine vierte Portion wird empfohlen, falls kein Fleisch, Fisch oder ein ähnlich proteinreiches Lebensmittel gegessen wird.

Dadurch wird der tägliche Bedarf an Eiweiss, Kalzium und unter anderem den Vitaminen A, B2 und B12 abgedeckt.

Viel Wasser und kaum Vitamine

Doch zunehmend mehr Menschen müssen aus Gründen der Laktoseintoleranz auf Alternativen ausweichen oder wollen aus ethischen Gründen keine Tierprodukte, also auch keine Milch, zu sich nehmen und stellen deshalb auf alternative Getränke um, die aus Soja, Hafer, Hirse oder Dinkel oder aus Nüssen oder Mandeln hergestellt werden.

Diese Getränke werden industriell gefertigt und enthalten jeweils nur wenig der Grundsubstanz – beispielsweise sieben Prozent Mandeln oder 12 bis 14 Prozent Reis. Der Rest ist Wasser und nicht selten pflanzliches Öl oder ein anderer Emulgator, um das Getränk zu einer homogenen Flüssigkeit zu verarbeiten. Entsprechend enthalten die Drinks kaum Eiweiss, Kalzium und Vitamine. Mit einer Ausnahme: Sojadrinks sind in etwa gleich eiweisshaltig wie Milch. Zudem werden viele dieser Produkte mit Kalzium und Vitaminen, häufig auch mit Zucker oder Aromastoffen aufgepeppt.

Kein Milchersatz

Trotzdem: Mit einigen dieser Drinks lassen sich Müesli und Crèmes anrühren, Kuchen backen und Schaum für einen Cappuccino schlagen, und dagegen ist selbstverständlich auch gar nichts einzuwenden. Doch wer ganz auf den Verzehr von Milch und Milchprodukten verzichtet, tut gut daran, die fehlenden Inhaltsstoffe der Milch durch andere Nahrungsmittel aufzunehmen. Denn Milchersatzgetränke haben – ausser der weissen Farbe – nichts mit Milch zu tun.

4 Kommentare

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  • Kommentar von D. Thrum (Thrum)
    Die Milch hat viele postive Anteile, aber eben auch viele negative, Schadstoffe (Hormon wie IGF-1). Zudem auch sehr viele Kalorien (vor allem als Käse) und wenn ich die Schweizer generell so angucke...nunja, die meisten brauchen das wohl nicht. Generell verstehe ich nicht, wieso die Babymilch einer anderen Spezies auch nur annährend relevant für einen gesunden Erwachsenen sein soll. Lecker? Mag sein. Essentiell? Bullshit. Daher müssen diese Pflanzenmilchs ja auch gar nichts ersetzen.
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Kuhmilch, enthält einen hohen Anteil an Milchsäure, welch von vielen Menschen, nicht mehr vertragen wird. Ideal sind: Schaf- und Ziegenmilch, welche viel verträglicher sind für den Organismus! Mag man diese Milch nicht, ist ein fantastischer Milchersatz von jeher: Mandelmilch, da sie inhaltstofflich optima ausgeglichenl, basisch und ohne Milchsäure ist. Die Medizin, weiss tragischerweise immer noch zu wenig über gesunde Ernährung -= Ausbildungsmanko!!
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Kuhmilch, ist nicht gleich Kuhmilch, bzgl. gesundem Nahrungsmittel! Ausschlaggebend sind Haltung und Fütterung der Tiere! "Chemie-LW", welche "Riesen-Kühe", mittels Gras/Heu von überdüngten (künstliche Chemie- Düngung) Wiesen und Futtermitteln aus dem Ausland mit Chemie, gefüttert werden - kontra kleinere Kühe (passend zu den Mini-Wiesen/Felder der Mini-Schweiz), welche ausschliesslich mit eigenen, nachhaltig öko-logisch (biologisch-dynamisch)gezogenen Futtermitteln gefüttert werden!
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