Myome: Veröden statt operieren?

Wegen gutartiger Wucherungen wird bei 6000 Frauen pro Jahr die Gebärmutter entfernt. Nur selten hingegen kommt die schonende Methode – die so genannte Embolisation zum Einsatz. Bei dieser bleibt die Gebärmutter erhalten. Grund dafür ist ein Kompetenzgerangel unter Ärzten und Ärztinnen.

Schmerzhafte und verstärkte Periode, Zwischenblutungen, Druck auf Blase oder Darm, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr: Viele Frauen zwischen 30 und 50 kennen das aus eigener Erfahrung.

In den meisten Fällen sind es gutartige Wucherungen der Gebärmutterwand, sogenannte Myome. Gewöhnlich suchen die Betroffenen die Ärzte auf, die sie dafür für zuständig halten – ihre Gynäkologen. Von ihnen kommt leider immer noch viel zu häufig der Vorschlag, die Gebärmutter heraus zu operieren. Nach abgeschlossenem Kinderwunsch, so wird oft argumentiert, sei das doch kein Problem. Jahr für Jahr verlieren etwa 6000 Frauen in der Schweiz ihre Gebärmutter - durch eine aufwändige und belastende Operation.

Dabei gibt es seit einigen Jahren eine schonende und wirksame Alternative: Die Wucherungen werden verödet, in dem man mit winzigen Plastikkügelchen die versorgenden Blutgefässe verstopft. Die Gebärmutter bleibt bei diesem minimal invasiven Eingriff erhalten. Der Beitrag begleitet Frauen mit Gebärmutter-Myomen, die in verschiedenen Kliniken mit der Verödungs-Therapie oder "Embolisation" behandelt werden. Seit kurzem wird eine solche Embolisation auch erfolgreich auf einem ganz anderen Gebiet angewandt – bei der gutartigen Vergrösserung der Prostata von Männern. Auch hier kann die relativ einfache Behandlung schnell zu einem beschwerdefreien Leben führen.

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