Pro Schluck noch eine Ladung Keime

Nachfüllbare Trinkflaschen sind nicht nur bei Sportlern beliebt. Sie haben aber auch ihre Tücken: Nimmt man es mit der Hygiene nicht so genau, sammeln sich darin gerne Bakterien an – je nach Flaschentyp mehr oder weniger.

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Die Tücken der Trinkflaschen

0:44 min, aus Puls vom 5.9.2016

Eine englischsprachige Fitness-Website hat die Probe aufs Exempel gemacht und diverse gebrauchte wiederbefüllbare Trinkflaschen auf Typ und Anzahl darin aufzufindender Bakterien untersuchen lassen.

Das wenig appetitliche Ergebnis: Wird eine Flasche eine Woche lang ohne richtiges Auswaschen benützt, sammeln sich darin pro Quadratzentimeter mehr Bakterien an als in einem Hundenapf oder auf einem Toilettensitz.

Bei der Stichprobe wurden die meisten Bakterien – darunter auch Darmbakterien wie E. Coli und Kokken – bei Behältern mit Gleitverschluss gezählt. Besser sah es aus bei Flaschen, deren Inhalt über einen Ausguss herausgedrückt wird, gefolgt von jenen mit abschraubbarem Deckel. Am besten schnitten Flaschen mit integriertem Trinkhalm ab.

Tipps für eine hygienische Trinkflasche

  • Statt einer Plastikflasche eine aus rostfreiem Stahl oder Glas verwenden.
  • Flasche nach Gebrauch stets gründlich ausspülen und trocknen.
  • Bei spülmaschinentauglichen Plastikflaschen keine zu hohe Temperatur wählen, damit sich der Kunststoff nicht verzieht.
  • Nicht spülmaschinentaugliche Flaschen mit warmem Wasser, Spülmittel und Flaschenbürste reinigen.
  • Backpulver in die Flasche geben und mit heissem Wasser auffüllen. Eine Weile stehen lassen, dann gründlich ausspülen und mit der Flaschenbürste nachschrubben. Alternativ lässt sich auch Gebissreiniger verwenden.

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