Im Zweifel lieber mehr als weniger

Auf millionenschwere Boni und Abgangsentschädigungen reagiert die Öffentlichkeit mit lautem Unverständnis. Aber ist Habgier wirklich nur ein Manager-Problem?

Die heftige Diskussion um die absurd hohe Vergütung des sechsjährigen Konkurrenzverbots von Novartis-CEO Daniel Vasella hat das Thema Habgier einmal mehr ins öffentliche Bewusstsein gerufen. Der Tenor: «72 Millionen für sechs Jahre Nichtstun? Völlig überrissen!» Dabei liegt es durchaus in der Natur des Menschen, immer mehr zu wollen – vor allem mehr als die anderen.

Schon vor einigen Jahren hat die Deutsche Informatikprofessorin Ulrike Lechner in Tests festgestellt, dass die Menschen «im Zweifel lieber 100'000 Euro verdienen, wenn die anderen nur 50'000 verdienen - statt 200'000, wenn die anderen 300'000 verdienen.» Nicht der absolute Betrag ist entscheidend, sondern die Rivalität ums Geld: A will mehr als B, B will mehr als A.

Die Sendung «Ratgeber» auf Radio SRF 1 hat  das Thema Habgier, Geldgier, Unersättlichkeit unter die Lupe genommen. Warum sind viele nicht zufrieden mit dem, was sie haben? Ist es falsch, Millionär werden zu wollen? Wann ist die Grenze zur Habgier überschritten – und was soll ich dann tun? Diese und weitere Fragen bespricht Moderator Dani Fohrler mit «Ratgeber»-Psychologe Rolf Heim, nachzuhören im obigen Audio.