Jede Patchworkfamilie ist anders

Verliebt, verlobt, verheiratet. Das tönt einfach und romantisch, ist heute aber kaum mehr der Normalfall. Heute heisst es oft: Verliebt, Familien zusammenbringen, eventuell Zukunft gemeinsam planen. Zum internationalen Tag der Familie ein Blick auf das Beziehungsmodell «Patchworkfamilie».

Die erste Beziehung hält selten bis ans Lebensende, und auch Heirat und Kinder sind keine Garantie für dauerndes Zusammenbleiben. Patchworkfamilien sind längst keine Ausnahme mehr und stellen die Beteiligten und ihr Umfeld vor besondere Herausforderungen.

«Bis eine Patchworkfamilie funktioniert, kann es gut und gerne drei Jahre dauern», sagt «Ratgeber»-Psychologe Henri Guttmann. «Im ersten Jahr muss man mit jedem Familienmitglied eine Beziehung aufbauen, im zweiten Jahr ist die Auseinandersetzung mit dem Ex-Partner abgeschlossen, im dritten Jahr kann man sich der Patchworkfamilie zuwenden.»

Viele seiner Klienten wollen die neue Patchworkfamilie als Ebenbild der ersten Familie aufbauen. Dies ist jedoch nicht möglich, denn «jede Familie ist anders!»

Welche Probleme bringen die Zeit nach einer Trennung und der Übergang zu einer neuen Familie mit sich? Wie sollen Grosseltern mit der neuen Situation umgehen? Diese und weitere Fragen werden im SRF-«Ratgeber»-Gespräch mit Henri Guttmann thematisiert.