Zum Inhalt springen

Psyche Mit dem unerfüllten Kinderwunsch leben lernen

Gut jedes zehnte Paar mit Kinderwunsch hat heute Schwierigkeiten, spontan Nachwuchs zu zeugen. Ein Kind wollen und nicht schwanger werden können, ist eine meist unerwartete und schockierende Erfahrung.

Legende: Audio Der unerfüllte Kinderwunsch abspielen.
19 min, aus Ratgeber vom 18.09.2013.

Der unerfüllte Kinderwunsch stellt das Leben betroffener Paare auf den Kopf. Betroffen sind aber auch Menschen, denen schlicht der Partner fehlt, um eine Familie gründen zu können. Durch Anstrengung und Fleiss konnten vielleicht die meisten Lebensziele erreicht werden. Doch mit der Kinderlosigkeit ist da plötzlich ein Abbruch, eine Blockierung dieser Ziele – etwas, das allen Anstrengungen und Bemühungen zum Trotz einfach nicht zu schaffen ist.

Die Kinderlosigkeit stellt die Betroffenen, den Partner und das soziale Umfeld auf die Probe. Ein Wechselbad der Gefühle zwischen Enttäuschung, Wut, Frustration und Scham stellt sich ein. Und die Kinderlosigkeit stellt nicht zuletzt die eigene Zukunft in Frage: Ein Altern ohne Kinder, ohne Enkel, ohne Erben?

Was tun? SRF-«Ratgeber»-Psychologe Daniel Regli rät, sich erst mal Zeit zu nehmen, den langwierigen Trauerprozess zuzulassen und sich als Paar auf neue Ziele zu besinnen. Wann dabei professionelle Hilfe Sinn macht und wie mit Schuldgefühlen oder Vorwürfen umgegangen werden sollte, kann in der oben verlinkten Radiosendung nachgehört werden.

Unfruchtbar

Gemäss Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO gilt ein Paar als steril, wenn die Frau innerhalb eines Jahres trotz regelmässigem, ungeschütztem Verkehr nicht schwanger wird.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Ernst Jacob, Moeriken
    Wissenschaftler warnten schon vor langer Zeit davor, dass, (auch) als Konsequenz der gesellschaftlichen Veränderungen, zunehmend Männer Gefahr laufen, ihre Zeugungsfähigkeit mittelfristig einzubüssen. Vielleicht macht zunehmende Feminität Männer einfach unfruchtbarer, vielleicht WILL die Natur einen gewissen Anteil männlicher Agressivität und Triebverhalten, Schluchzer, Bottoxer und Weichmacher sind zwar sehr nette Männer, aber vielleicht einfach nicht, was die Natur von der Spezie MANN erwartet
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Hans Knecht, Torny
    Es ist meines Erachtens für die Nachwelt noch aufschlussreich zu erfahren, was die Ursachen des unerfüllten Kinderwunsches sind. In wievielen Fällen gab es trotz Partner keine Kinder? Und was waren die Ursachen dabei? Und in wieviele Fällen fand man gar nicht erst den/die PartnerIn für den Kinderwunsch? Zum Trost: 25% der Menschen in einer Gesellschaft haben gewollte oder ungewollt nie Kinder. Dieser Faktor findet man wohl in fast jeder Gesellschaft.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen