Roboterunterstützung bringt keinen Vorteil

Bei Prostata-Operationen spielt es kurzfristig keine Rolle, ob der Eingriff mit oder ohne Roboterunterstützung durchgeführt wird. Obwohl der Roboter höhere Präzision ermöglicht, zeigte sich in einer australische Studie keinen Vorteil für die Patienten.

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Operationsroboter sind nicht besser

0:39 min, aus Puls vom 3.10.2016

Eine australische Studie verglich die roboterunterstützte Prostataentfernung (robot-assisted laparoscopic prostatectomy RALP) mit der klassischen offenen Operationstechnik (open radical retropubic prostatectomy).

Je 163 Patienten wurden mit der klassischen oder mit der roboterunterstützten Technik operiert und anschliessend weiter beobachtet. Es zeigte sich, dass nach 12 Wochen die Komplikationsrate bezüglich Inkontinenz und Impotenz gleich gross war, egal ob der Eingriff mit oder ohne Roboterunterstützung durchgeführt wurde.

Ob sich jedoch die Langzeitüberlebensrate je nach Technik unterscheidet, können die Autoren nicht sagen. Dazu müssen die Patienten noch längere Zeit beobachtet werden. In der Zwischenzeit raten die Autoren den Patienten, eher einen erfahrenen Chirurgen zu wählen, als eine modernere Operationstechnik.

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