Schweizer Kinder weniger dick

Der positive Trend im Kampf gegen Übergewicht bei Kindern setzt sich fort. Zwar ist gemäss der Gesundheitsförderung Schweiz noch jedes sechste Kind übergewichtig, die Tendenz aber ist sinkend. Besonders im Kindergarten ist die Zahl der dicken Kinder zurückgegangen.

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Weniger dicke KInder

0:33 min, aus Puls vom 22.5.2017

Die Gesundheitsförderung Schweiz führte bereits zum elften Mal ein Monitoring in den Städten Zürich, Bern und Basel durch. Für das Schuljahr 2015/16 wurde der Body-Mass-Index von über 12‘000 Kindern und Jugendlichen ausgewertet. Insgesamt ergab sich beim Übergewicht ein leichter Rückgang von 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Verbesserung auf der Kindergartenstufe wertet die Gesundheitsförderung Schweiz als Hauptgrund für die Fortsetzung des positiven Trends und als Hinweis darauf, dass die Präventionsarbeit der Kantone und Städte wirkt.

Die Entwicklung auf der Unter-, Mittel- und Oberstufe habe sich stabilisiert und weise gegenüber dem Vorjahr kaum Veränderungen auf, heisst es weiter. In den höheren Schulstufen stehe eine nachhaltige Trendwende noch aus. Dort brauche es weitere Massnahmen.

Schweizer Erwachsene bei Fettleibigkeit unter dem Durchschnitt

Gemäss neuesten Zahlen der OECD, leiden weltweit immer mehr Menschen an Fettleibigkeit. Im Schnitt sind mehr als die Hälfte der Erwachsenen sowie jedes sechste Kind davon betroffen. Als fettleibig gilt, wer einen Body-Mass-Index von über 30 aufweist. „Führend“ im negativen Sinn sind die USA, Mexiko, Neuseeland und Ungarn. In all diesen Ländern gelten mehr als 30 Prozent als fettleibig. In Japan dagegen sind es nur 3,7 Prozent. Hoch ist der Anteil auch in Deutschland, wo er bei 23,6 Prozent liegt.

Die Schweiz liegt mit 10,3 Prozent unter dem OECD-Durchschnitt.

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