Durch den Hauenstein ins Homburgertal

«Querfeldeins» 2014

Von Olten gelangt man über den Hauenstein ins Homburgertal im Kanton Baselland. Mit dem Hauenstein-Scheiteltunnel von Trimbach (SO) nach Läufelfingen (BL) wurde 1858 erstmals ein ganzes Gebirge untertunnelt. Zwischen 1912 und 1916 wurde zwischen Olten und Tecknau der Hauenstein-Basistunnel gebaut.

Bildmontage: Felsen im Homburgertal und Tunnelschild.
Bildlegende: Zwei Eisenbahntunnels führen vom Mittelland ins Homburgertal. Colourbox/SRF (Bildmontage)

Jahrhundertelang war der Hauenstein der schnellste Übergang vom Mittelland in die Nordwestschweiz. Schon die Römer benutzten ihn. Im 19. Jahrhundert kam die Einsebahn: Der Hauenstein-Scheiteltunnel wurde zwischen 1553 und 1858 gebaut.

Bahnhistorisch von Bedeutung

Der Bau des 2495 Meter langen Scheiteltunnels im Jahre 1853 war eine grosse Herausforderung. Noch nie zuvor wurde in der Schweiz bis dahin ein ganzes Gebirge durchbohrt. Niemand hielt es für möglich, dass sich zwei im Gegenortvortrieb vorarbeitende Arbeitsgruppen nach Jahren im Innern des Berges treffen könnten.

Am 1. Mai 1858 wurde das grosse Bauwerk eingeweiht. Den Eröffnungszug gezogen hat damals die dampfende
Ec 2/5 28 mit dem Namen «Genf». Heute ist die älteste Dampflokomotive der Schweiz im Verkehrshaus in Luzern zu bewundern.

Hauenstein-Basistunnel

Der Hauenstein-Basistunnel, der vor 100 Jahren mitten im Bau war, ist gut acht Kilometer lang. Der Bau eines zweiten Tunnels wurde nötig, weil die Züge auf der alten Hauensteinstrecke immer länger und schwerer wurden. Zudem war die Läufelfinger-Strecke mit einer Steigung von 26,3 Promille eine der steilsten Strecken des damaligen Bahnnetzes.

Der Hauenstein als Sprachgrenze

Der Hauenstein bildet gleichzeitig die Sprachgrenze zwischen dem Mittelland und der Nordewestschweiz. Wir sprechen in dieser Stunde mit Mundartspezialist Markus Gasser darüber.

Moderation: Stefan Siegenthaler