Alu in Deos: Müssen wir uns Sorgen machen?

Eine neue Studie aus Genf bestätigt die krebserregenden Eigenschaften von Aluminiumsalzen. Diese sind als Schweisshemmer in vielen Deodorants enthalten. Alternativen, also Deos ohne Aluminiumsalze, sind auf dem Markt. Aber auch diese sind nicht über alle Zweifel erhaben.

Frau streicht sich vor dem Spiegel Deo unter den Arm.
Bildlegende: Deodorants mit Aluminiumsalzen hemmen zuverlässig die Schweissproduktion, stehen jedoch unter Verdacht, krebserregend zu sein. colourbox.com

«Ich benutze nach wie vor Deodorants mit Aluminiumsalzen», sagt Toxikologe Lothar Aicher vom Schweizerischen Zentrum für Angewandte Humantoxikologie. Zwar sei es bewiesen, dass sich Aluminium in unserem Körper ansammle, jedoch müsse noch erforscht werden, ob Deodorants oder andere Quellen schuld seien.

Wichtig ist aber, dass man sich mit dem eigenen Produkt sicher und wohl fühlt, fügt Lothar Aicher an. Wer auf diese Deodorants verzichten will, hat Alternativen:

  • Kurzfristige Verhaltensänderung: Ob die Aluminiumsalze durch die Haut in den Körper eindringen, ist noch nicht bekannt. Ist die Haut jedoch verletzt, ist ein Eindringen wahrscheinlich. Nach dem Rasieren sollten also keine Deos oder keine Deos mit Aluminiumsalzen aufgetragen werden.
  • Deodorants ohne Aluminiumsalze sind auf dem Markt erhältlich. Häufig fehlen in diesen Deos Schweisshemmer, sie bestehen also aus Stoffen, die den Geruch überdecken. Diese Duftstoffe können allergische Reaktionen hervorrufen. Hier ist Ausprobieren angesagt. Dazu kommt, dass man diese vielleicht häufiger auftragen müsse.
  • Antitranspirantien: Aluminiumsalze sind nicht die einzigen Schweisshemmer. Auch andere Metalle können die Schweissproduktion reduzieren. Zum Beispiel Zink oder Silber. Allerdings haben vor allem auch Nanosilberpartikel einen schlechten Ruf: Da die Partikel sehr klein sind, besteht die Angst, dass sie in die Blutbahn und in andere Organe, wie ins Gehirn, eindringen können.

Die Datenlage in Bezug auf Inhaltsstoffe von Deodorants und anderen Pflegeprodukten ist also noch lückenhaft. Klar ist im Moment, dass kein Pflegeprodukt ohne Risiko ist.

Redaktion: wenb