Asbest in den eigenen vier Wänden

«Asbest ist nicht per se gefährlich», sagt  Roger Wäber, Leiter Fachstelle Wohngifte des Bundesamtes für Gesundheit. Vorsicht sei primär bei Renovationen oder mechanischen Veränderungen geboten. Asbest wurde bis ins Jahr 1990 im Hausbau eingesetzt, danach verboten.

Asbestpappe.
Bildlegende: Asbestpappe. Kanton BS

Asbest ist die Bezeichnung für eine Gruppe mineralischer Fasern, die auch in der Schweiz in bestimmten Gesteinen vorkommen. Zwischen ca. 1904 und 1990 wurde Asbest in verschiedenen Produkten im Hochbau verwendet.

Vor allem in Gebäuden aus den 1950er bis 70er Jahren kamen asbesthaltige Bauprodukte zum Einsatz. Zum Beispiel als Wärmeschutz-Platten oder in Boden- und Deckenbelägen.

Diese können besonders bei Renovationen, seltener bei normaler Nutzung die Gesundheit von Heimwerkern, Handwerkern und Bewohnern gefährden. Bereits geringe Konzentrationen von Asbeststaub in der Luft können die Entstehung von Krebserkrankungen der Lunge fördern.
Daher sollten nur zertifizierte Fachbetriebe Bauteile aus Asbest begutachten und entsorgen.   

Moderation: Mike La Marr, Redaktion: Krispin Zimmermann