Aus alt mach neu: Linux für alte Computer

Statt alte Windows-Computer wegzuwerfen oder zu verschenken, können sie mit einem alternativen Betriebssystem wieder flott gemacht werden.

Der Pinguin Tux ist das Maskottchen der Linux-Betriebssysteme.
Bildlegende: Der Pinguin Tux ist das Maskottchen der Linux-Betriebssysteme. Colourbox / Wikimedia

Bei Computer-Betriebssystemen, so denkt man häufig, gibt es genau zwei Varianten: Windows oder MacOS. Doch alte Computer laufen oft nur schlecht oder extrem langsam mit den aktuellsten Versionen dieser Betriebssysteme. Computer mit älteren Betriebssystemversionen mögen zwar noch funktionieren, werden jedoch nicht mehr von Microsoft oder Apple mit Updates unterstützt. Gerade Windows 7 oder gar Windows XP erhalten keine Updates mehr und stellen ein Risiko für Schadsoftware dar. Statt den alten Computer zu entsorgen, kann er trotzdem weiterverwendet werden: mit einer Linux-Installation.

Die Linux-Familie

Linux ist ein alternatives Betriebssystem, besser: eine Familie von Betriebssystemen. Die bekannteste Variante davon heisst «Ubuntu». Bevor auf dem alten Computer nun ein Ubuntu-Linux installiert wird, sind folgende Überlegungen wichtig:

  • Der Umstieg funktioniert nur von Windows-Computern zu Linux. Bei Apple-Computern ist viel fortgeschritteneres IT-Wissen erforderlich.
  • Recherchieren, ob das Computer-Modell zu Ubuntu-Linux kompatibel ist, denn das Ubuntu läuft nicht auf allen Geräten gleich gut.
  • Recherchieren, ob die Lieblingssoftware auch auf Linux funktioniert und ob Alternativen etwas taugen. Denn Windows-Programme laufen oft nur teilweise oder manchmal auch gar nicht auf Linux (z.B. Photoshop).
  • Recherchieren, ob auch die Peripherie mit dem Ubuntu funktioniert (Drucker, Scanner etc.).
  • Backup aller Daten: Wird das Betriebssystem ersetzt, werden alle Daten auf dem Computer gelöscht!

Ein Ubuntu-Linux läuft noch einigermassen gut auf Rechnern, die aus der Mitte der 2000er-Jahre stammen. Für noch ältere Computer wird ein «Lubuntu»-Linux empfohlen.

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Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Méline Sieber