Autofahren unter Medikamenteneinfluss

Heisst rezeptfrei auch problemlos? Nein! Medikamente wie Hustensirup, Antihistaminika oder Schlafmittel sind häufig ohne Rezept in der Apotheke zu kaufen. Und trotzdem können sie unsere Reaktionszeit und damit auch unser Fahrvermögen negativ beeinflussen.

Medikamente in der Hand vor Windschutzscheibe im Verkehrsstau
Bildlegende: Nicht jedem ist die Gefahr bewusst: Auch rezeptfreie Medikamente können die Fahrtüchtigkeit beeinflussen. Colourbox/Keystone (Bildmontage: SRF)

«Kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrfähigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen.» Dieser Satz steht in manchem Beipackzettel. Und er ist definitiv ernst gemeint!

«Die Konsumenten sind selber dafür verantwortlich, sich korrekt zu verhalten», sagt Bruno Liniger, Verkehrsmediziner am Institut für Rechtsmedizin der Universität Zürich. «Man hat häufig das Gefühl, wenn der Apotheker nichts sagt, ist es problemlos. Das stimmt aber nicht!»

Er rät also allen, sich beim Einnehmen von rezeptfreien oder rezeptpflichtigen Medikamenten beim Arzt oder Apotheker über mögliche Auswirkungen auf das Autofahren zu erkundigen.

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Fahren mit Medikamenten – Wie hoch ist das Risiko?

5:10 min, aus Puls vom 20.1.2014

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Medikamente am Steuer: Rezeptfrei heisst nicht unbedenklich

15 min, aus Puls vom 3.9.2012

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Brigitte Wenger